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Universität Osnabrück will Imame ausbilden


An der Universität Osnabrück soll ein bundesweit einmaliges islamisch-theologisches Institut zur Ausbildung von Imamen eingerichtet werden. „Wir sehen, dass Osnabrück der richtige Standort dafür ist“ sagte am Freitag der Sprecher des Wissenschaftsministeriums, Kurt Neubert, in Hannover.

In Osnabrück gibt es bereits einen Studiengang zur Ausbildung islamischer Religionspädagogen. Geplant sei, ein islamisches theologisches Institut „auf Augenhöhe“ mit der katholischen und evangelischen Theologie einzurichten, sagte die designierte Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Martina Blasberg-Kuhnke.

Wichtig sei es dafür aber, auch die Vertreter der islamischen Verbände und Gemeinden einzubinden. Ähnlich wie die christlichen Kirchen müssten sie auch Einfluss auf die Inhalte des Studiums haben, betonte Blasberg-Kuhnke. Die Voraussetzungen in Niedersachsen seien gut. Seit Jahren gebe es schon eine Art Runden Tisch der islamischen Gemeinden beim Kultusministerium, die sogenannte Schura. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sieht in der Institutsgründung einen wichtigen Schritt für eine bessere Integration von Moslems in Deutschland.

Nur Imame, die der deutschen Sprache mächtig seien, die die „Integrationsrealität in Deutschland kennen und das Grundgesetz akzeptieren, sind wirksame Impulsgeber für die Integration von Muslimen“, sagte der Minister der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Einrichtung eines Studienganges werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Blasberg-Kuhnke. Das Berufungsverfahren für einen Lehrstuhl dauere ein bis anderthalb Jahre. Zuvor solle aber ein Weiterbildungsstudiengang eingerichtet werden vor allem für Imame, die aus der Türkei kommen. Darin solle ihnen das deutsche Schulwesen nahegebracht werden.

lni

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