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Niedersachsen Nächster Versuch: Höxter
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18:43 29.11.2013
Von Klaus Wallbaum
Uwe Schünemann (49) will Bürgermeister von Höxter werden. Quelle: dpa/Archiv

Ein für allemal, meinten sie, sei die politische Karriere des „harten Hundes“ beendet. Weit gefehlt: Schünemann kandidiert wieder, trotz starker Anfeindungen vor allem aus den Reihen von SPD und Grünen.

Am kommenden Mittwoch will ihn die CDU in der westfälischen Stadt zum Bürgermeisterkandidaten küren. Die Wahl findet parallel mit der Europawahl am 25. Mai statt, Schünemann tritt gegen den sozialdemokratischen Amtsinhaber Alexander Fischer an. Trotzdem sind die Aussichten nicht schlecht, denn die Christdemokraten sind in Höxter stark – ganz anders als in Schünemanns Heimat Holzminden. Höxter hat 30 000 Einwohner, und die CDU hatte seit vielen Jahren hier eigentlich immer die Nase vorn – nur 2009 nicht, als die SPD den jetzigen Bürgermeister Fischer durchsetzen konnte. „Damals war die Union intern zerstritten“, sagt Schünemann. Heute sei das anders, der CDU-Stadtverbandsvorstand habe ihn bereits einmütig vorgeschlagen.

Ist Höxter nicht eine Nummer zu klein für einen Mann, der einst zu den bekanntesten CDU-Innenpolitikern bundesweit zählte? „Ich bin ein leidenschaftlicher Kommunalpolitiker und liebe es, die Dinge direkt vor Ort gestalten zu können“, sagt er. Reizvoll für den Vater zweier Kinder ist auch, dass er für das neue Amt gar nicht umziehen muss. Von seinem Wohnhaus in Holzminden bis zum angestrebten Arbeitsplatz, dem Rathaus von Höxter, sind es lediglich zehn Kilometer.

Schünemann muss nur die Weser überqueren, die in dieser Gegend ein Grenzfluss zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist. Ein Wahlerfolg von ihm hieße damit auch: Er wäre fortan nordrhein-westfälischer CDU-Politiker, nicht mehr niedersächsischer. Und der Landtag in Hannover, dem er bis zu diesem Frühjahr fast 20 Jahre lang angehört hatte, läge dann wohl auch endgültig hinter ihm.

Bisher steht er auf der Liste der Nachrücker ziemlich weit vorn, nämlich schon auf Position drei. Früher oder später wäre er in den Genuss gekommen, wieder Abgeordneter zu werden. Doch das Bürgermeisteramt im Weserbergland ist ihm offenbar lieber.

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