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Niedersachsen Mutmaßlicher Helfer von Terrorverdächtigem gefasst
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18:15 14.04.2017
Spezialkräfte der Polizei beim Einsatz in Hildesheim. Quelle: May
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Hildesheim/Celle

Spezialkräfte der Polizei haben drei mutmaßliche Unterstützer eines terrorverdächtigen Salafisten aus dem niedersächsischen Northeim festgesetzt. Den mit Haftbefehl gesuchten zwei Männern und einer Frau werde Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Celle am Freitag mit. Bei den am Donnerstagabend Festgenommenen handele es sich um einen 27 Jahre alten Afghanen und einen gleichaltrigen Türken sowie um eine 25-jährige Deutsche. Der Northeimer Salafist Sascha L. war am 21. Februar festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft.

Der Northeimer gab nach Angaben der Ermittler zu, einen Sprengstoffanschlag auf Polizisten oder Soldaten geplant zu haben. Die drei jetzt gefassten mutmaßlichen Helfer sollen ihn hierbei bekräftigt oder unterstützt haben. Sie wurden in Köln, im westfälischen Bünde und in Hildesheim festgenommen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen seien Beweismittel sichergestellt worden, die nun untersucht würden. Nähere Angaben wollte die Generalstaatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht machen.

Northeimer plante Anschlag

Sascha L. hatte nach Angaben der Ermittler im Februar zugegeben, er habe seine Opfer in eine Falle locken und sie mit einem selbstgebastelten Sprengsatz töten wollen. In der Wohnung des 26-jährigen Northeimers hatte die Polizei unter anderem die hochexplosive Chemikalie Acetonperoxid gefunden, außerdem weitere für den Bau von Sprengsätzen benötigte Chemikalien und elektronische Bauteile zur Herstellung einer Fernzündung für einen Sprengsatz. Die Ermittler hatten den Deutschen wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat festgenommen.

Der Northeimer Salafist ist für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Er ist nach dpa-Informationen wegen früherer Delikte vorbestraft, fiel allerdings nach seinem Umzug von Berlin nach Südniedersachsen vor mehr als zwei Jahren nicht als Straftäter auf. Dennoch sei er längere Zeit beobachtet worden, weil man durch einen „ungewöhnlichen Umstand“ auf ihn aufmerksam geworden sei, hieß es nach der Festnahme. Medieninformationen zufolge soll er früher in der Neonaziszene aktiv gewesen sein, sich dann aber umorientiert haben und zum Islam konvertiert sein.

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