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Busemann löst Irritationen in der CDU aus

Verzicht auf Spitzenkandidatur Busemann löst Irritationen in der CDU aus

Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) hat mit seinem Vorpreschen bei der Entscheidung für einen CDU-Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl 2018 Irritationen innerhalb der CDU ausgelöst. Er verzichte auf seine Spitzenkandidatur. Stattdessen ernannte er Bernd Althusmann zum neuen Herausforderer.

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Bernd Busemann (CDU) bei seiner Ankündigung am Freitag.

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa

Hannover. Busemann hatte am Freitag seinen Verzicht auf eine Spitzenkandidatur erklärt und gleichzeitig den früheren niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann zum Herausforderer von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ausgerufen. Busemann erklärte zugleich, dass eine mögliche Spitzenkandidatur des Landtagsfraktionschefs Björn Thümler kein Thema sei.

„Er kann ja für sich selber sprechen - nur sollte er andere da heraushalten“, hieß es in der CDU-Fraktion, in der sich am Sonntag niemand offiziell zum Alleingang Busemanns äußern wollte. Die CDU will erst sechs Tage nach der Kommunalwahl – am 17. September – ihren Spitzenkandidaten und künftigen Landesvorsitzenden bekannt geben. Dieser werde dann Althusmann heißen, hatte Busemann betont.

Busemanns Aktion hat leisen Spott beim politischen Gegner ausgelöst: „Die CDU hat offensichtlich aus Angst, sich selbst zu zerlegen, keine Kraft für einen Mitgliederentscheid aufgebracht“, meinte SPD-Generalsekretär Detlef Tanke am Sonntag. Daran zeige sich auch der Machtverfall des scheidenden CDU-Landesvorsitzenden David McAllister. „Aber uns ist es egal, wer gegen den beliebten Ministerpräsidenten Stephan Weil antreten soll, bei dem Niedersachsens Zukunft in besten Händen liegt.“ An ähnlich kuriose Dinge wie den Proklamationsakt Busemanns könne er sich in der SPD nicht erinnern, meinte Tanke. Stephan Weil war 2012 erst zum Spitzenkandidaten gekürt worden, nachdem er einen parteiinternen Wettkampf gegen den früheren SPD-Landesvorsitzenden Olaf Lies gewonnen hatte. Lies ist heute Wirtschaftsminister in Weils Kabinett. mbb

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