Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Weil sagt Reise nach Saudi-Arabien ab
Nachrichten Politik Niedersachsen Weil sagt Reise nach Saudi-Arabien ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 23.01.2015
Um Weils Reise hatte es bereits im Vorfeld Diskussionen gegeben, Hintergrund war die jüngst verhängte drakonische Strafe gegen einen saudischen Blogger. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Ursprünglich hatte Stephan Weil am Sonnabend nach Saudi-Arabien fliegen wollen. In enger Abstimmung mit der saudischen Botschaft und dem Auswärtigen Amt in Berlin sei man nun aber zu der Einschätzung gelangt, dass ein Besuch zum jetzigen Zeitpunkt unpassend wäre, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Zwar hat der Halbbruder des verstorbenen Königs die Nachfolge Abdullahs bereits angetreten. Doch nach dem Tod des Monarchen ruht das öffentliche Leben in Saudi-Arabien traditionell für einige Tage. Ministerpräsident Weil wolle die Trauer nicht stören. Zudem würden angesichts der Staatstrauer die geplanten politischen und wirtschaftlichen Gespräche nicht zustande kommen. Auch der sonst bei Delegationsreisen übliche Empfang in der Deutschen Botschaft in Riad wäre in dieser Situation unpassend.

Um die Reise hatte es im Vorfeld Diskussionen gegeben, Hintergrund war die jüngst verhängte drakonische Strafe gegen einen saudischen Blogger. Der zusammen mit der Reise nach Saudi-Arabien geplante Besuch im Emirat Katar wird stattfinden. Weil wird am Dienstag aufbrechen und am Freitag zurückkehren.

ran

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Einbürgerung von Ausländern soll nach dem Wunsch der niedersächsischen Regierung erleichtert und beschleunigt werden. Das forderten SPD und Grüne am Mittwoch im Landtag in Hannover. Nur die CDU stimmte im Landtag gegen den Vorschlag. In Niedersachsen leben etwa eine halbe Million Ausländer.

21.01.2015

Mit Appellen und Mahnungen warb Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil zum Auftakt der Landtags-Sitzungswoche für eine solidarische, weltoffene Gesellschaft. Er warnte zugleich vor Rassismus und Fremdenhass und kündigte neue Initiativen in der Flüchtlingspolitik an.

20.01.2015
Niedersachsen Absage in Dresden wegen Terrorgefahr - Pegida marschiert am Montag in Braunschweig

Erst gabs Verwirrung, nun findet die Pegida-Demo wohl doch statt. Mehrere Hundert Islamkritiker wollen am Montag durch Braunschweig ziehen, der Widerstand ist groß. Die Absage der Montagsdemo in Dresden hat laut Polizei "keine Auswirkungen auf Braunschweig."

19.01.2015
Anzeige