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08:24 03.08.2011
Von Karl Doeleke
Für 2014 bis 2017 werden neue Castor-Transporte geplant. Quelle: dpa (Archivbild)
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Hannover

Am Dienstag kündigte der Betreiber des Atommülllagers im Wendland weitere Castoren aus Frankreich für das Jahr 2014 an.

„Wir haben nie behauptet, es kämen keine weiteren Transporte nach Gorleben“, erklärte Jürgen Auer, Sprecher der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) zu dem Termin. Bereits jetzt stehen in der Halle über dem Versuchsendlager 91 Castorbehälter, bis zu 420 dürfen dort gelagert werden. In der Zukunft sollen aus Frankreich aber nur noch mittelradioaktive Abfälle kommen, sagte Auer. Weitere Castoren aus Frankreich will die GNS in ihrem Zwischenlager in Ahaus (Nordrhein-Westfalen) unterbringen.

Aber auch nach 2014 ist noch kein Ende der Atommülltransporte in das Zwischenlager im Wendland in Sicht. Weitere 20 bis 21 Castoren mit hochradioaktivem Abfall sollen nach Auers Angaben zwischen 2014 und 2017 aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield nach Niedersachsen gebracht werden. Auch den Transport dieses Abfalls habe die GNS nie verheimlicht, betonte Auer.

Dennoch forderte die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion am Dienstag Aufklärung von der Landesregierung. „Der selbst ernannte Atomkritiker McAllister hat sich mit seiner vollmundigen Ankündigung als nicht sonderlich kenntnisreich erwiesen“, warf Johanne Modder dem Ministerpräsidenten vor. Man darf davon ausgehen, dass Modder jene Zeitung gelesen hat, in der stand, dass 2011 „auf absehbare Zeit“ der letzte Transport geplant sei.

McAllister wollte sich am Dienstag nicht äußern, er macht Urlaub in Cuxhaven. In Hannover war man aber nicht begeistert, dass ausgerechnet jener Satz allerorten bemüht wurde, denn, so hieß es, McAllister habe schon damals während seiner Sommerreise einen weiteren Satz hinzugefügt, der dann nicht gedruckt worden sei: dass nach 2011 der nächste Transport erst im Jahr 2014 erwartet werde.

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