Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) hat Widerspruch gegen Aufnahmen seiner Wohnung im Internetdienst Google Street View eingelegt. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa, das betreffe seinen Zweitwohnsitz in Hannover. „Ich möchte nicht, dass man meine Wohnung und wie ich lebe, von außen zeigt.“
Auch mehrere Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums hätten bereits Widerspruch eingelegt, sagte Bode, der seinen Hauptwohnsitz mit seiner Familie in Celle hat. Am Mittwoch werden die Abgeordneten des Landtages über Google Street View debattieren.
Der umstrittene Kartendienst soll bis zum Jahresende in zahlreichen deutschen Städten - darunter Hannover - gestartet werden. Mit Hilfe eines Online-Formulars können Mieter und Eigentümer aber bis zum 15. September Widerspruch anmelden. Google verspricht, dass die entsprechenden Hausansichten dann mit einem starken Weichzeichner-Effekt unkenntlich gemacht werden.
dpa
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Kommentare
Inspiration auch für Zwielichtiges Guggst du! – 18.08.10
Mir isses auch Banane, wer sich hier an Prominenten lieber pixeln lässt. Aber das mit der Inspiration - lediglich zu Reise- und Urlaubsinfos, das scheint mir etwas einseitig.Geht es vielleicht beim Abbilden von Privathäusern und deren Aussenanlagen mitunter auch um die Inspiration von Versicherungsunternehmen, Marketingstrategen, indirekte verschleierte Volkszähler und Datensammler - und zuletzt, nicht zu vergessen, von jenen, die gerne mal heimlich was mitgehen lassen wollen, wenn unsereiner - von Google inspiriert - gerade in Urlaub oder auf Reisen ist.
Denen bietet Google-Guck ebenfalls prima Chancen.
Überschätzung? xyz – 18.08.10
Ich glaube kaum, daß sich jemand in der Welt dafür interessiert, wo ein Herr Bode oder andere hannoversche Möchtegern-"Promis" wohnen. Vielmehr geht es bei Street View wohl doch darum, sich interessante Strassenzüge oder Gebäude einer Stadt anzusehen und sich eventuell zu Reisen in diese Stadt inspirieren zu lassen.