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Bildungsproteste

Wissenschaftsminister Stratmann kommt Studenten entgegen

Nach den Studentenprotesten der vergangenen Tage hat Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) angekündigt, bis Anfang nächsten Jahres konkrete Pläne vorzulegen, um die umstrittene Bologna-Reform an den Hochschulen in Niedersachsen an entscheidenden Stellen zu korrigieren.

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Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU)

Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU)

© lni

„Es geht schneller voran als gedacht“, sagte der Minister am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. Für den heutigen Dienstag haben Studierende bundesweit zum großen „Bildungsstreik“ in mehr als 40 Städten aufgerufen.

Auch in Österreich und Frankreich sind Kundgebungen geplant. Die Aktion sollte den Auftakt für einen „heißen Herbst“ bilden, kündigten die Organisatoren an. In Hannover werden bei zwei Großdemonstrationen insgesamt mehrere Tausend Schüler und Studenten erwartet. Seit Tagen besetzen Studenten an vielen Universitäten Hörsäle, darunter in Göttingen und Lüneburg.
Stratmann warnte die Studenten vor Gewalt bei den heutigen Protesten. „Ich hoffe und wünsche, dass weiterhin die gewaltfreie Diskussion im Mittelpunkt der Aktionen steht.“
Im Zentrum der Kritik stehen die Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Studierenden fordern ihre Abschaffung in ihrer derzeitigen Form. Eingeführt wurden Bachelor und Master im Rahmen des Bologna-Prozesses, der vor zehn Jahren den Umbau der Hochschulen einläutete.

Bereits im Oktober hatten die Bildungsminister der Länder auf einer Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) angesichts der massiven Kritik Nachbesserungen versprochen, bisher blieb es bei Ankündigungen. Dem KMK-Beschluss auf Antrag Stratmanns zufolge sollen Hochschulen Studierende „nicht überfordern“. Auch sollen die Hochschulen Gebrauch von der Möglichkeit machen, einen Bachelor-Studiengang auf acht Semester anzulegen. „Wir arbeiten in Niedersachsen mit den Hochschulen sehr konkret an der Umsetzung“, sagte Stratmann.

Die Streikorganisatoren halten die KMK-Pläne für unzureichend. Sie fordern auch die Abschaffung von Studiengebühren – entgegen der Meinung des Ministers. „Die Studienbeiträge haben zur Verbesserung der Studienbedingungen beigetragen“, sagt Stratmann. Die Studenten und Schüler demonstrieren zudem für die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems sowie für mehr Lehrer.

Der Protest wird von Gewerkschaften unterstützt. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte im Deutschlandfunk mehr Geld für Bildung: „Wir sind mit 25 Milliarden Euro jährlich unterfinanziert, um auf den Durchschnitt anderer Industrienationen zu kommen.“

[Dirk Schmaler]

  • Politiker paulchen – 17.11.09
    1. Da liefern die von uns bezahlten Politikereine total vermurkste "Reform" ab und merken es nicht!
    2. Die Fachleute weisen die Politiker darauf hin und nichts passiert.
    3. Da werden die Stundenten sauer und fordern Abhilfe.
    5. Jetzt beginnen die Taschenspielertricks der Politiker indem man Änderungen zusagt und nichts tut.
    6.Jetzt haben die Studenten zurecht die Sch...e voll und wieder kommen nur Versprechungen.
    Wie kann man diesen unfähigen Bildungsprovinzfürsten noch glauben, die lügen doch nur noch um sich zu retten. Jeder Arbeitnehmer würde bei solch unfähiger Arbeit sofort seinen Job verlieren!!!!!
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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