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Pistorius will höheres Bußgeld für Raser

Mehr Verkehrstote in Niedersachsen Pistorius will höheres Bußgeld für Raser

457 Menschen starben 2015 nach Unfällen auf Niedersachsens Straßen - das sind elf Personen oder 2,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Hauptursache für schwere Unfälle ist zu schnelles Fahren. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) fordert deshalb höhere Bußgelder fürs Rasen.

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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Quelle: Archivbild: dpa

Hannover. "Die in Deutschland erhobenen Bußgelder sind deutlich zu niedrig", sagte der Minister. Dabei ginge es ihm vorrangig um Raser, also diejenigen, die vorsätzlich sehr deutlich die Geschwindigkeit übertreten würden. "Wer beispielsweise mit seinem Auto 50 Stundenkilometer zu schnell fährt, zahlt in Deutschland ab 240 Euro, in Dänemark ab 535 Euro, in Kroatien schon ab 660 Euro und in Norwegen sogar 940 Euro", so Pistorius. Deutschland bewege sich trotz seiner hohen Verkehrsdichte bei den Bußgeldern im unteren Drittel.

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Zwei Drittel der tödlichen Unfälle haben sich auf Landstraßen ereignet. Dagegen sind Autobahnen statistisch die sichersten Strecken, hier ereignen sich nur sieben Prozent aller Unfälle im Land. Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle gestiegen: 211.348 Mal krachte es auf Niedersachsens Straßen, das sind 4,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Das Plus bei den Unfällen besteht allerdings zu einem großen Teil aus Blech- und anderen Sachschäden: Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, nahm insgesamt nur um 0,8 Prozent zu.

2015 kamen in Niedersachsen 13 Kinder ums Leben, das sind genau so viele wie im Jahr davor. Senioren ab 65 Jahren sind bei den Verkehrstoten überdurchschnittlich vertreten: Mit 125 Personen entspricht ihr Anteil an den Verkehrstoten 27 Prozent, an der Bevölkerung insgesamt aber nur 21 Prozent. Jeder zweite Senior ist in einem Pkw ums Leben gekommen.

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