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15 Larven sind der Kartoffel Tod

Aus meinem Papierkorb 15 Larven sind der Kartoffel Tod

Michael B. Berger mit einem satirischen Rückblick auf die Woche – heute mit: dem Friedensnobelpreis, einer schwarz-gelben Gefahr für Kartoffelkäfer und dem „Goldenstedter Problemwolf“.

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Pu, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Man hätte sich nicht ausmalen mögen, was passiert wäre, wenn die Merkelin jetzt auch noch den Friedensnobelpreis bekommen hätte. Wie hätte sie reagiert, die mit dem Regieren gar nicht mehr hinterherkommt? Nobelpreis? Auch das schaffen wir! Die Merkelin schafft derzeit alle, vor allem in der eigenen Partei. Nun gut, der Seehofer hätte gratulieren müssen, die Kanzlerin hätte sich womöglich einen Frack kaufen müssen, weil selbst Günter Grass den Nobelpreis im Frack entgegennahm und anschließend Tango tanzte wie ein Irrer. So einen irren Tango trauen wir der Frau Bundeskanzlerin, in der es womöglich wilder brodelt als die meisten denken, auch zu. Aber legt sich nicht auch so einen ziemlich scharfen Tango hin?
Merkels Vize Gabriel, der schlaue Sigmar, kommt gar nicht mehr mit, weiß er doch genau, dass die sozialdemokratische Basis tobt, wenn die Flüchtlinge in die Rabatten treten. Je mehr die Kanzlerin mit klassisch linken Positionen für offene Grenzen und offenes Denken wirbt, desto mehr treten die Genossen auf die Bremse und fordern eine Begrenzung der Zuwanderung. Wie der Seehofer, nur freundlicher im Ton. Doch wie die wandernden Massen aufgehalten werden können, weiß keiner der Herren. Eine „europäische Flüchtlingslösung“ müsse her. Die ist so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Oder eine Sanierung Griechenlands. Oder eine an den Haaren herbeigezogene Rettung aus dem Sumpf.
Zu all dem ist Niedersachsen noch mit einer schwarz-gelben Gefahr konfrontiert, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Vermehrt treten in diesem Jahr Käfer in Erscheinung, die sich unter den 4,9 Millionen Tonnen Kartoffeln in Niedersachsen ausgesprochen wohl fühlen. Wobei nicht der Käfer, sondern deren Larven Bauern den Angstschweiß unter die Mütze treiben, weil sie irre gefräßig sind. 15 Larven pro Pflanze, heißt es, sei der Kartoffel Tod.
Vergleichsweise still ist es in Niedersachsen geworden um den „Goldenstedter Problemwolf“, von dem der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann anmerkt, dieser Wolf müsse „umgehend“ aus der Population entnommen werden. Doch hören wir Angermann selbst; „Ein Wolf, der sich auch durch Elektrozäune nicht abschrecken lässt und ein regelrechtes Blutbad auf der dahinterliegenden Weide anrichtet, muss umgehend aus der Population entnommen werden, bevor sich dieses Verhalten auf andere Tiere seines Rudels überträgt.“ So ein Wolf, da pflichten wir bei, kann ein verdammt schlechtes Vorbild liefern, das auch einen „Wolfsberater“ aus der Fassung bringen kann. Nehmt Euch in Acht, Ihr Schafe.
Wie anders benimmt sich da doch Wildschwein „Heini“, das, mit zwei Kamerun-Schafen in Clausthal-Zellerfeld lebt. „Heini“ gehe mit Familie Gassi, berichtet der NDR;  „Legt sich auf Kommando hin und kommt, wenn man ihn ruft“. Vorbildlich.

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