Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Auf eine Bulette mit Stephan W.

Aus meinem Papierkorb Auf eine Bulette mit Stephan W.

Niedersachsenredakteur Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten. Diesmal: Donald Trump als Leitbild, der mietbare Olaf Lies und Kartoffeln.

Voriger Artikel
Von herabfallenden Risiken
Nächster Artikel
Von Stinkbomben und Kanzlerkandidaten

Wir hatten es geahnt, aber seit Mitte dieser Woche wissen wir es: diese schöne Frau im knallroten Kostüm, die wie eine Rosa-Luxemburg-Ikone herabgeschwebt kam in unseren tristen Parlamentsalltag, ist die wahre und einzige Versteherin des göttlichen Donald Trump. In der Tat hat der President elect all’ das propagiert, woran die Linke früher rechte Freude gehabt hätte. Ausstieg aus TTIP und Dinsgda, raus aus der Nato und rein ins Vergnügen, hoch mit den Zinsen und den Schulden durch großangelegte Wirtschaftsprogramme für die darbende Massen. Ein Weltökonom, ein großer Meister scheint er, der früher von den Medien so schmählich Verkannte nun zu werden - zumindest in den Augen der Sarah Wagenknecht, die in der Bundestagsdebatte Kanzlerin Angela Merkel mit den Worten angiftete: „Offenbar hat ja selbst noch ein Donald Trump wirtschaftspolitisch mehr drauf als Sie.“ Wer hätte gedacht, dass Trump noch zum Leitbild der Linken werden könnte...


Immerhin, wir wollen das lobend feststellen, hat Trump diese Woche gesagt, dass er die Clintons doch nicht ins Gefängnis stecken, sondern nach vorne schauen wolle. Das wollen wir im Sinne des konstruktiven Journalismus auch: Immer positiv denken, nach vorne schauen. Er wolle den Clintons nicht weh tun, hat unser Super-Donald gesagt. Und dass die Erde rund sei, soll er, ganz im Geiste des Konstruktivismus, auch geäußert haben, obwohl bei den Amis bei Weitem nicht alles rund läuft. Bevor wir ganz zu Donaldisten werden, brechen wir diesen Berichtspunkt jetzt brutal ab.

Was die SPD-eigene Agentur Network Media GmbH wohl auf den Sponsorenteller zaubern müsste, um einen Donald Trump zum „Vorwärts-Termin“ zu bekommen? Wir wissen es nicht, denn bislang galt nur die Devise „Rent a Sozi“ – dumm nur, dass die beteiligten „Rentiers“ nichts davon gewusst haben wollen, wer sie da für intensive Fachgespräche verhökerte. Auffällig ist, dass einige der Angebotenen zum Club der Besseraussehenden gehören, wie etwa Bundesjustizminister Heiko Maas oder auch unser Minister Olaf Lies, der im Landtag mit dem allertreuesten Dackelblick versicherte, dass er sich ziemlich vom „Vorwärts“ verschaukelt fühle. Ach, es gibt so viel Boshaftes, das Tag für Tag unter der Sonne geschieht, dass man manchmal nur noch die Augen schließen und Helene Fischer hören möchte...

Die spannendste Frage bei dem wunderlichen Rent-a-Politician-Spiel: Wie viel braucht man, um einen Steinbrück zu bekommen? Und warum gab es derartige Offerten nicht für unseren Ministerpräsidenten Stephan Weil? Weil über ein entsprechendes PR-Format „Auf eine Bulette mit Stephan W.“ noch gar nicht nachgedacht wurde? Fragen über Fragen. Immerhin hatte er jetzt einen Auftritt bei „Bettina und Bommes“...

Wo wir grade bei Pommes sind. Niedersachsen bleibt „Kartoffelland Nummer eins“, trotz geringerer Ernten. Und auch beim VW-Schummeldiesel zeigt, ganz im Sinne der Komponentenbauweise, der alte Audi-Werbespruch Wirkung: „Vorsprung durch Technik“. Das ist doch eine gute Nachricht.    

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Podcast-Glosse: Aus meinem Papierkorb

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.