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Von Deckhengsten und der SPD

Aus meinem Papierkorb Von Deckhengsten und der SPD

Michael B. Berger mit 
einem satirischen Rückblick auf die Woche – heute: von Gesundheitspolizisten in Kuh-und Hühnerställen, „Deck-Taxen“ Absturz und Angela Merkel als Kanzleramtskandidatin für die SPD.

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Heute, da sich der Spätsommer wieder schwer auf unsere Lyrikdrüse legt, möchten wir ein Wesen besingen, dessen Erscheinung zwar noch keinen ganzen Sommer verspricht, aber doch ein recht erfolgreiches Wirken im Stall. Die Schwalbe. Eine segensreiche Kreatur. Denn ein einziges brütendes Schwalbenpaar verspricht pro Brutzeit im Kuh- oder Hühnerstall den Verzehr von 250.000 Mücken, Fliegen oder Bremsen, was etwa einem Kilogramm Lebendgewicht entspricht.

Das hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer diese Woche vorgerechnet, als er Veterinären verbot, Schwalbennester aus den Ställen zu verbannen. „Vogelschutz hat Vorrang“, donnerte der Minister. Auch gegenüber den Hütern der Tierseuchenprävention. Denn nicht die Schwalbe trägt die Krankheit in den Stall, sondern agiere, belehrte der Minister, als eine Art Gesundheitspolizist. Sie gibt der Fliege, die sonst die Salmonelle in den Stall schweben lässt, den verdienten Rest. Deshalb preisen wir an dieser Stelle das Wirken von Rauch- und Mehlschwalben, die sich in und an niedersächsischen Kuhställen liebend verirren und vermehren.


 Preisen wollen wir auch in des Schöpfers Namen Totilas Samen, der dem Züchter Paul Schockemöhle Sorgen macht. Denn der Wunderhengst, den Schockemöhle vor Jahren für 10 Millionen Euro erwarb, muss wegen eines Knochenödems in Rente gehen. Seinen Job als Deckhengst könne er ja weiter ausüben, hoffte Besitzer Schockemöhle. Doch prompt ließ das Verlangen nach Samenspenden nach, rasten die „Deck-Taxen“ in den Keller. Ach, wie grausam ist doch das Sportgeschäft. Selbst für einen hochdekorierten Hengst.

Wie jetzt den Übergang finden zu Sigmar Gabriel und der Frage einer SPD-Kanzerkanditur, deren Sinn der kahlköpfige Regent Schleswig-Holsteins, Torsten Albig, noch kurz vor der Sommerpause bezweifelte. Hier ein Vorschlag; Wie wäre es, die SPD dächte ganz neu und stellte Frau Merkel als ihre Kandidatin auf? Jene Frau, die ohne SPD ja ohnehin keinen neuen Griechenkredit in die Scheuer fahren dürfte, ja ohne die SPD überhaupt nicht regierungsfähig wäre. Frau Merkel müsste nur ihr Parteibuch wechseln, eine angesichts der zahlreichen Positionswechsel der letzten Jahre vorstellbare Übung. Und Sigmar Gabriel könnte mit einer SPD-Kanzlerkandidatin Merkel doch Parteivorsitzender bleiben...

Ebenfalls ungeklärt wie die SPD-Kanzlerkandidatenfrage ist, warum Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies jetzt einen blutjungen Katzenhai, der später einmal aus dem Aquarium ausgewildert werden soll, auf den Namen „Stephan“ taufte. Weil er sich wünscht, dass Dienstherr Stephan Weil später ein ähnliches Schicksal widerfährt? Oder wollte Lies dezent daran erinnern, dass er einst im Kampf um die SPD-Spitzenkandidatur der ernsthafteste Gegner Weils gewesen ist? Im Haifischbecken, das die SPD einst war.

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