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Von herabfallenden Risiken

Glosse "Aus meinem Papierkorb" Von herabfallenden Risiken

Niedersachsenredakteur Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten. Diesmal: Von herabfallenden Risiken

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Unsere permanente Angst, irgendwann von einem Stück herabfallenden Weltraumschrott erschlagen zu werden, darf nun endlich neuen Ängsten weichen. Etwa vor herabstürzenden Kreaturen. So ist im Dortmunder Zoo jüngst einem Jungen ein Faultier auf den Kopf gefallen, was bei dem Knaben zu einer Beule und bei dem herabfallenden Faultier zu nichts führte. Allerdings soll bei dem Tier, das sich gar nicht so faul wie erwartet zeigte, eine Blasenentzündung festgestellt worden sein. Die hat erst zu einer gewissen Schwäche, dann zu Haltlosigkeit und schließlich zum Fall von der Stange geführt. Zoobesuchern sei also geraten, den Blick nach oben zu richten, ob man nicht gerade unter einem an einer Stange hängenden Faultier flaniert. Dies könnte zu schmerzhaften Beulen führen.

Von herabfallenden Faultieren den Übergang zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zu finden, ist gar nicht so einfach, weil wir den Sozialdemokraten keineswegs mit einem Faultier in Verbindung bringen würden, obwohl auch der Weil Krallen zeigen kann. Aber im allgemeinen ist er doch eher lammfromm, was gut zu der „Lammpatenschaft“ passt, die der Ministerpräsident jetzt übernommen hat. Ist schon ulkig, zu wem sich Politiker hingezogen fühlen. Angela Merkel hat vor Jahren eine Pinguinpatenschaft im hannoverschen Zoo übernommen und eine weitere zu „Alexandra“ in Stralsund – und wir erkennen zwischen der Kanzlerin und Pinguinen gewisse Übereinstimmungen, zumindest die Kleiderordnung betreffend. So bevorzugen beide Hosenanzüge. Aber was hat Weil mit „Steffi“ (so heißt das Patenlamm) am Hut -außer, dass er, bevor er aus der katholischen Kirche austrat, als Messdiener agierte und damit von Gemeindeschäfchen umgeben war, die sich Hirten anvertrauen. Fragen über Fragen.

Wer in Niedersachsen über Schafe spricht, kommt an Klagen von Heidschnuckenzüchtern über das fehlende Wolfsmanagement nicht vorbei. Denn der Wolf ist dem Schaf gleichermaßen das, was ein Killerwal der Robbe ist. Aber je weiter wir uns von den Widrigkeiten der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten entfernen, desto mehr Management kommt ins Spiel, wie Wolfsmanagement und Gänsemanagement beweisen. Bei Kühen und Rindern werde das Datenmanagement immer wichtiger, vermeldet die dpa. Denn seitdem der bodenständige Melker durch den Kollegen Roboter ersetzt wurde, stehe es um die Eutergesundheit der Tiere immer schlechter, wurde jetzt auf einer Messe in Hannover berichtet. Die hört auf den wundersamen Namen „EuroTier 2016“.

Während die Euter immer dicker werden (wie die SUVs auf den Straßen), ist beim Weihnachtsbrauchtum eine interessante Tendenz zu beobachten: Der Trend geht zu kleineren Weihnachtsbäumen. Besonders gefragt seien Bäume, die etwa so groß sind wie sozialdemokratische Kanzlerkandidaten, also zwischen 1,50 und 1,75 Metern, berichtet der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger. Vor einigen Jahren indes seien die Bäume noch rund zwei Meter groß gewesen. Da waren auch die SPD-Kanzlerkandidaten größer.             

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