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Neun Gehirne müsst ihr haben

Podcast Neun Gehirne müsst ihr haben

Zugegeben, sie haben viele Arme. Verdammt viele Arme mit dicken Saugnäpfen dran. Aber neun Gehirne? Wer soll denn da alles kombinieren, was an komplexen Meldungen so zusammenströmen kann – bei neun Gehirnen? Wir reden, damit Sie, werte Hörer und Leser, jetzt im Bilde sind, über Oktopusse, Tiere mit acht (wie der griechische Name sagt) Armen. Acht Arme und neun Gehirne. Da kommt unter Wasser eine Menge zusammen.

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Sind verdammt intelligent, die Tiere, schreibt eine Tierrechtsorganisation und protestiert dagegen, dass man die süßen Kraken auch zur Frauen-WM als „Orakel“ missbrauchen will, weil der gute, leider verstorbene Krake „Paul“ bei der Männer-WM sich als so treffsicherer Prognostiker erwiesen hat. Befreit alle Oktopusse aus Aquarien, Zoos und Schwimmbehältern, lautet die Forderung der Tierrechtler, die wir hier einmal unkommentiert wiedergeben.

Die Sache mit den neun Gehirnen war uns jedenfalls neu. Das ist mehr an Denkvermögen, als einem gewöhnlichen Braunschweiger, Oldenburger oder auch Osnabrücker in die Wiege gelegt worden ist. Ein Braunschweiger würde, so vermuten wir, bereits bei zwei Gehirnen in unkoordinierte Schwingungen geraten, die einen Menschen flugs in eine Art thalassale Regression versetzen würden. Das ist so ein Gefühl, von dem Lyriker geschwärmt haben – eine Art Rückzug in die unendlichen Weiten der mütterlichen Fruchtblase. Doch wir lassen uns treiben ...

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An dieser Stelle könnten wir jetzt mal so richtig den „Gutmenschen“ raushängen lassen, über den neuerdings sogar Anne Will diskutieren lässt. Ist doch irre, wie dieser Begriff, den vor dreißig Jahren fröhliche Satiriker wie Eckhard Henscheid oder andere dem Volk vors Maul gekrümelt haben, Breitenwirkung erzielen und zu einem politischen Kampfbegriff verkommen konnte, den vor allem die „Bösmenschen“ ihren Gegnern unter die Nase reiben. Klingt doch voll nach Kindergarten, doch das reicht fürs politische Feuilleton, in dem Margot Käßmann, die Mutter Beimer der deutschen Theologie, mit einem breitbeinig dasitzenden (ja, Herrgottzeiten, wo bleibt denn die bürgerliche Erziehung?) Politikwissenschaftler debattieren kann, ob man mit den Taliban nun besser beten oder kneten sollte. Wir empfehlen: besser nicht.

Doch noch schlimmer sind „Tatorte“ über Frauenfußballmannschaften, in denen der leibhaftige DFB-Chef auftaucht. Da kommt man auch als simpler Einhirn-Hannoveraner gewaltig durcheinander und fragt sich: Was ist jetzt Scherz, Satire oder tiefere Bedeutung?

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