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Podcast Vom Kampf der Geschlechter

Endlich sagt es mal einer. Wir zitieren: „Angesichts der aktuellen Sexismusdebatte in den deutschen Medien fordern die Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland (MAEKD) und die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) den achtungsvollen und gleichberechtigten Umgang der Geschlechter miteinander.“

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Von stolpernden Politikern und humpelnden Pastoren
Hannover.

„Nicht die Wehrhaftigkeit von Frauen müsse wachsen, sondern der gemeinsame Wille, einander mit Respekt und Achtung zu begegnen, müsse zum Maßstab des Handelns von Männern und Frauen werden.“ MAEKD und EFiD fröhlich vereint, Freunde, spürt ihr es? Seit der Brüderle-Debatte blüht und treibt der Mandelzweig, wird die Berliner Republik zartfühlender, verzichtet Wolfgang Kubicki im Gespräch mit Reporterinnen sogar auf das Flirten! Wunderbar, Deutschland - wie im Himmelreich. Wer hätte das gedacht?!

Dabei sind die Zeiten ernst, so ernst, dass Einigen schon die biologischen Grundkenntnisse ins Schwimmen geraten. Kein Wunder. sehen wir uns doch einer bedrohlichen Invasion aus dem Nahen Osten gegenüber, die uns in Tümpeln, Teichen, Fließgewässern entgegenschwappt - dem Siegeszug der ägyptischen Nilgans. „Ist die Nilgans der neue Waschbär?“ fragt die „Neue Osnabrücker Zeitung“ besorgt. Nein, ist sie nicht. Zwar vermehren sich Waschbären wie im Fluge, doch heben sie nie ab. Das unterscheidet sie von der Nilgans, die in 10.900 Fällen deutschen Jägern vor die Flinte flog. „Sie ist keck, frech und erfolgreich“, sagt ein Sprecher des Deutschen Jagdschutzverbandes. Wie die Westerwelle-FDP zu Anfang dieses Jahrtausends. Achja, der gute, alte Westerwelle. Der hat nie Journalistinnen tieehief in die Augen geschaut, während das innere Auge an Dirndls dachte.

Der Podcast zum Herunterladen:

Womit wir bei den Wildecker Herzbuben wären: Diese Woche sollen sich, wieder einmal, SPD-Chef Sigmar Gabriel und Bundesumweltminister Peter Altmaier getroffen haben, um über ihr Lieblingsthema zu reden. Nein, nicht, was sie denken. Sondern über Gorleben reden die beiden stets. Das geht in der Regel so aus wie ein Bar-Abend mit Rainer Brüderle. Ergebnisoffen. Sofern nicht eine Pressesprecherin dazwischen schneit.

Apropos ergebnisoffen. Wer ist eigentlich auf diese saublöde Formulierung gekommen, die uns bei wesentlichen Fragen stets im Ungefähren lässt? Nichts gegen Transzendens, aber manchmal hülfe Transparenz schlicht weiter. Diese Kolumne ist übrigens auch ergebnisoffen. Bis zur Zeile 88. Dann ist Schluss. Definitiv.

Die letzten dreizehn Zeilen sollen der Abgeordneten Christel Wegner gewidmet sein, die, von der Linken ausgeschlossen, fünf Jahre mutterseelenallein im Landtag saß, fast nie was sagte, aber zu den stillen Genießerinnen dieses nicht immer stillen Ortes gehört haben muss. Sie sei froh, dass es vorbei sei, gestand die Dekapistin dem „red globe“. Denn in ihren Redebeiträgen habe sie ihren kommunistischen Standpunkt erklären können - „und alle mussten zuhören“. Es lebe die Partei, es lebe Deutschland. Niedersachsen sowieso. Vive la République!

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