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Foto: Am vierten Verhandlungstag wurde es im NSU-Prozess konkreter. Weiter geht es erst im Juni.

Richter Götzl drückt im NSU-Prozess aufs Tempo. Am Donnerstag verhandelt er einen Antrag nach dem anderen. Wenn nichts dazwischen kommt, könnte das Gericht nach den Pfingstferien endlich zur Sache kommen. Zwei der Angeklagten wollen aussagen.

Antrags-Marathon und Wortgefechte
Die Stimmung im Gerichtssaal war erneut spannungsgeladen.

 Immer wieder Anträge und Streit ums Rederecht: An einem turbulenten dritten Tag im NSU-Prozess fordert ein Verteidiger ein Lachverbot, ein anderer verlässt wütend den Saal. Der Antrags-Marathon geht weiter - sogar die Einstellung des Verfahrens wird verlangt.

Foto: Nicole Schneider, Verteidigerin des Angeklagten Ralf Wohlleben im NSU-Prozess und bekannte Anwältin der Neonazi-Szene.

Dritter Verhandlungstag im NSU-Prozess: Die Verteidigung des Angeklagten Ralf Wohlleben fordert die Einstellung des Verfahrens gegen ihren Mandanten. Wegen einer «medialen Vorverurteilung» sei ein fairer Prozess nicht mehr möglich.

Foto: Der Gerichtssaal in München am zweiten Verhandlungstag des NSU-Prozesses. Am Mittwoch um 9.30 Uhr beginnt der dritte Tag.

Nach der Verlesung der Anklage, die Zschäpe und vier Mitangeklagten Mittäterschaft oder Beihilfe an Morden und Terroranschlägen des NSU vorwirft, wird sich das Gericht heute voraussichtlich mit weiteren Anträgen befassen müssen. Offen ist, ob mit der ersten Beweisaufnahme begonnen werden kann.

Am zweiten Verhandlungstag wurde im NSU-Prozess die Anklage verlesen.

Auch am zweiten Verhandlungstag bestimmen zunächst Anträge den NSU-Prozess. Am Nachmittag aber hat Bundesanwalt Herbert Diemer am zweiten Verhandlungstag die Anklage gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe sowie vier weitere Beschuldigte verlesen.

Foto: Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe (vorne, mitte) mit ihren drei Anwälten.

Morde, Anschläge, Raubüberfälle - das wirft die Bundesanwaltschaft der Neonazi-Terrorgruppe NSU vor. Doch die Anklageverlesung lässt auf sich warten. Auch am zweiten Verhandlungstag bestimmen zunächst Anträge den Prozess. Die Anwälte der Angeklagten Beate Zschäpe beantragten nun, die Verlegung in einen größeren Sitzungssaal.

Foto: Polizisten bewachen am Dienstagmorgen das Gerichtsgebäude in München. Dort soll nach einwöchiger Unterbrechung der NSU-Prozess fortgesetzt werden.

Nach einwöchiger Unterbrechung geht der Prozess um die Verbrechen der rechtsextremen Terrorgruppe NSU am Dienstag weiter. Für den zweiten Verhandlungstag sind weitere Anträge angekündigt. Nebenklagevertreter drängen darauf, dass endlich die Anklage verlesen wird.

Die Anwälte von Beate Zschäpe: Wolfgang Heer (r.), Wolfgang Stahl und Anja Sturm.

Die Zschäpe-Verteidigung hat nach ihrem ersten Auftritt vor Gericht Kritik einstecken müssen. Politisch sind die Anwälte keiner Sympathie mit Neonazis verdächtig - wenn es um die Verteidigung ihrer Mandantin geht, machen sie jedoch keine Kompromisse.

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