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Bundespräsidentenwahl

Wulff will Amtsvorgänger Köhler als Berater einbinden


Christian Wulff (CDU), schwarz-gelber Kandidat für das Präsidentenamt, will nach einer Wahl seinen Amtsvorgänger Horst Köhler als Berater einbinden.
Christian Wulff (CDU)

Christian Wulff (CDU)

© Daniel Kunzfeld

Christian Wulff will Amtsvorgänger Horst Köhler als Berater einbinden: „Er kennt sich sehr gut aus, wenn es um Hilfe für Staaten, die Stabilisierung von Währungen und um Not- und Rettungspläne für Länder geht“, sagte Wulff in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Die Kompetenz von Horst Köhler ist unverzichtbar. Ich werde jeden Versuch machen, weitreichend auf diesen Fundus zurückzugreifen.“

Er schätze Köhler sehr, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. „Er ist ein Glücksfall für Deutschland, weil er bei diesem beunruhigenden Thema der Weltwährungen und der Weltfinanzordnung kompetenter als nahezu jeder andere ist“. Köhlers Fachkompetenz werde international außerordentlich geschätzt.

Altbundespräsident Köhler hatte der „Süddeutschen Zeitung“ am Wochenende gesagt, er werde in Ruhe über die Dinge nachdenken, die er nach seinem Rücktritt tun wolle. „Aber eines kann ich versprechen:
Ich werde nicht von der politischen Bildfläche verschwinden.“

Köhler war vor gut vier Wochen zurückgetreten. Sein Nachfolger wird an diesem Mittwoch gewählt. Vor seiner Zeit als Bundespräsident hatte Köhler auch international viel Erfahrung im Finanzbereich gesammelt.

Christian Wulff wäre erst der zweite katholische Bundespräsident
Angeblich hat bei der Nominierung von Christian Wulff (CDU) zum Kandidaten für das Bundespräsidentenamt auch dessen Konfession eine Rolle gespielt: Statt mit Ursula von der Leyen eine Protestantin ins Schloss Bellevue zu befördern, hätten konservative Kräfte in der Union den Katholiken Wulff bevorzugt, wurde in Parteikreisen berichtet. Verwiesen wurde darauf, dass im Kanzleramt mit Angela Merkel (CDU) ebenfalls eine Protestantin sitzt. Sollte Wulff am 30. Juni zum zehnten Bundespräsidenten gewählt werden, hätte erst zum zweiten Mal ein Katholik das höchste Staatsamt inne.

Schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss war evangelisch, wie auch der nun zurückgetretene Horst Köhler. Der bis heute einzige Katholik im Bundespräsidentenamt war Heinrich Lübke, der von 1959 bis zu seinem Rücktritt kurz vor Ende der zweiten Amtszeit 1969 Bundespräsident war.

Unter Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) hatte es vor der Nominierung Lübkes ein langes Gerangel gegeben, in dem die Konfession eine wichtige Rolle spielte: Zu den Befürwortern Lübkes zählten vor allem Protestanten in der CDU, die sich davon erhofften, dass nach dem Katholiken Adenauer ein Protestant Bundeskanzler werden und so der Konfessionsfriede in der CDU/CSU erhalten bleiben würde. Die CSU stimmte auf Druck von Franz Josef Strauß deshalb erst für Lübke, nachdem sie sich die Zusage ertrotzte, dass die Konfessionsfrage bei der Wahl eines Regierungschefs keine Rolle spielen darf: Ein katholischer Kanzler müsse auch unter einem katholischen Bundespräsidenten möglich sein.

Dass allerdings die Konfession des Bundespräsidenten eine nur geringe Bedeutung für dessen Art, das Amt auszufüllen, habe, sagt etwa der Politologe und Köhler-Biograph Gerd Langguth: So lägen Welten zwischen dem kargen Protestantismus des Gustav Heinemann, der Noblesse des ehemaligen Kirchentagspräsidenten Richard von Weizsäcker, dem humorigen und dennoch tiefgründigen bayerischen Lutheraner Roman Herzog und dem bibelfesten, Skat spielenden Johannes Rau.

dpa/afp

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  • Wozu Rubber Duck – 30.06.10
    braucht ein Grußaugust auch noch einen Berater?
  • Keine Meinungsfreiheit wenn ich könnte – 29.06.10
    Wir leben in einer Gesinnungs- Diktatur, haben keine Meinungsfreiheit, denn alle Beiträge, die nicht der vorgegebenen politischen Meinung entsprechen, werden gelöscht. Nur nichtssagende oder deutschfeindliche Kommentare werden veröffentlicht. Geht es um brisante Themen, wie z.B. um Zuwanderung, Ausländerkriminalität gibt es entweder gar keine Kommentarmöglichkeit oder die Beiträge werden sofort mit Hinweis auf die "Nutzungsbedingungen" gelöscht. Das betrifft, das sei fairerweise gesagt, nicht nur die HAZ, sondern auch fast alle anderen Foren.
  • Die Wahl als Medienereignis Bürger A – 29.06.10
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  • "Auf den Rat vieler hin ... Oke Bandixen – 29.06.10
    ...tut man selten etwas Rechtes." (de Clapier Vauvenargues)
    Aber, warum nur zwei Berater? Lothar Matthäus ("Wir sind eine gut intrigierte Truppe.") hat doch wohl auch noch Zeit für Sie!
    Im Übrigen: Der Sparkassendirektor Köhler bewegt sich intellektuell doch längst jenseits von Gut und Böse. Was und wozu soll er Ihnen denn raten, Herr Wulff? Dieser Mann musste seine Rücktrittsankündigung - das war ein einziger, knapper Satz(!) - mühsam vom Blatt ablesen und das gelang ihm derart souverän, dass er uns zweifellos als bester Redner seit Notker, dem Stammler, in Erinnerung bleiben wird. Außerdem, man sollte es nicht vergessen: Köhler hält es für legitim und angemessen, die Bundeswehr zur Durchsetzung nationaler Wirtschaftinteressen einzusetzen. Wollen Sie diesen Ratschlag ernsthaft in Erwägung ziehen? Du lieber Gott!
  • Herr Aust Bürger A – 29.06.10
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  • Liebe HAZ-Redakteure Bürger A – 29.06.10
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  • Antrittsrede Bürger A – 29.06.10
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  • So kann´s kommen! losse – 29.06.10
    Köhler rät Wulff, zuerst Gauck zum Vize-Präsidenten zu machen, dann bei Rot volltrunken über ´ne Ampel zu fahren, um anschließend mit ihm, unter ratsbischöflichem Beistand, das nobelpreisverdächtige Werk „Unser gemeinsamer Mittelfinger!“ zu veröffentlichen.
  • Nicht-Vor-Denker Guido – 29.06.10
    Ob der "Nicht-Vor-Denker" Wulff schon mal darüber nachgedacht hat, wer die komplette "Für-Wulff-Denker-Fabrik" bezahlt?
    Oder muss erst ein Denker darüber nachdenken?
  • Welche ein beschämendes Bild Frank – 29.06.10
    Wenn Herr Wulff es alleine nicht packt, dann sollte er vielleicht gar nicht erst antreten. Ich hoffe inständig, dass ein Rest von Ehre und Verstand in der Bundesversammlung uns diesen BP vom Halse hält. Das Volk will Gauck. Also liebe Wahlversammlung!
  • Liebe HAZ-Redaktion Bürger A – 29.06.10
    Zentrales Problem von Demokratien ist das Verhältnis zwischen Regierung und den Bürgern. Regieren auf dem Fundament der öffentlichen Meinung bedarf der Kommunikation. So weit, so gut.
    Die Frage die uns hier aber inzwischen beschäftigen muss lautet: In welchem Maße entspricht die Nachrichtengebung der HAZ noch dem Gemeinnutz, dem sie im Grunde als Journalisten im publizistischen Raum verpflichtet sind? Bei diesem Thema muss man inzwischen von Propaganda und einer Kampagne reden. Ich gehe davon aus, dass der politische Journalismus in einer tiefen Krise steckt, weil auch die Politik in einer Vertrauenkrise steckt.

    Sie sollten wieder eine größere Distanz zu ihrem Gegenstand einnehmen, über den sie berichten, dann klappt es auch wieder mit dem Leser. So ist es nur noch grauenerregender Journalismus, einer aufgeklärten Demokratie unwürdig.
  • Wenn braucht er denn noch alles? zum Löschen vorgemerkelt – 29.06.10
    Irgentwie trauig das er jetzt schon den Zweiten Berater erwähnt.

    Gauck, Köhler, wer kommt als nächstes, das Sandmänchen?
  • Ach? Leser – 29.06.10
    Wulff ist schon Bundespräsident? Habe ich da eventuell eine Wahl verschlafen??
  • @Andreas zzy Köhler als Berater Ratschlag – 29.06.10
    Das wäre der beste Rat, den Herr Köhler Herrn Wulff geben könnte. Aber ganz gleich, wer Bundespräsident wird, er wird keine deutschen Belange vertreten. Sein Antrittsbesuch wird in Polen oder Israel sein, wo er sich für die Verbrechen der Nazis entschuldigen und in Tränen ausbrechen wird.
  • Fluchthelfer Andreas – 29.06.10
    Köhler als Berater von Wulff? Na, dann können wir uns ja auf die nächste Wahl zum Bundespräsidenten noch in diesem Jahr einstellen: Köhler wird ihm schon sagen, wie man am besten den ganzen Kram verantwortungslos hinschmeisst.
  • Theater Vito – 29.06.10
    Wo lernt man eigentlich diese unauthentischen Handbewegungen der Politiker? Ich will das auch können!
  • Not my President Jörg Allner – 29.06.10
    Wulff und Köhler, das wird ein Traumteam. Der eine wird Präsident von Merkels Gnaden, obwohl das Volk ihn nicht will, der andere schmeisst ohne Begründung sein Amt weg und kassiert nun 200.000 Euro Pension jährlich, weil er keine Lust mehr hat zu arbeiten. Das Ergebnis dieser wundervollen Zusammenarbeit steht jetzt schon fest: noch mehr Politikverdrossenheit, noch mehr Nichtwähler und noch mehr Autismus bei den Politikern.
  • Iss klar... audio001 – 29.06.10
    Und wenn es sein muus und er damit am 30 Juni gewählt wird, verspricht er auch noch eine Pilgerfahrt...

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