Als Hannovers erste Landesbischöfin wurde die Theologin Margot Käßmann populär. 2009 wählte man sie - als erste Frau - sogar zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dann zwang sie eine Alkoholfahrt zum Rücktritt von ihren Ämtern. Den Auf- und Abstieg von Käßmann dokumentiert dieses Dossier. [Stand: Dezember 2010]
Der geplante Verkauf von fünf hannoverschen katholischen Altenheimen an das Evangelische Johannesstift aus Berlin hat zu einem heftigen Streit innerhalb der evangelischen Kirche geführt.
Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann sieht angesichts der krisenhaften Wirtschaftsentwicklung zunehmend die Gemeinschaft gefragt. „Der gute alte Gedanke der Solidargemeinschaft“ könne ganz neu zum Tragen kommen, sagte Käßmann in einem Interview in Hannover.
Die Frage, ob nicht mehr genutzte Kirchen in Moscheen umgewandelt werden dürfen, wird in Hannover kontrovers diskutiert. SPD-Ratsherr Alptekin Kirci kritisierte die ablehnende Haltung von Landesbischöfin Margot Käßmann in dieser Frage.
Es ist immer dasselbe: ein paar Glas zu viel, eine (zu) kurze Überlegung, der durch Alkohol bewirkte Verlust der Hemmschwelle – und dann der fatale Griff zum Fahrzeugschlüssel. Und später, wenn der Alkoholtest hohe Promillegrade angezeigt hat, die Zerknirschung auf der Polizeiwache: Margot Käßmann ist nicht die Erste, die nach einer nächtlichen Irrfahrt so etwas erlebt hat.
Margot Käßmann hat in 30 Jahren eine eindrucksvolle Karriere gemacht: Von der Theologin aus Marburg bis ganz an die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ein Überblick