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Käßmann beschreibt Eindrücke ihres USA-Aufenthaltes in einem Blog

Von Michael B. Berger

Wer sich fragt, was die zurückgetretene hannoversche Landesbischöfin bei ihrem viermonantigen Studienaufenthalt in den USA so macht, ist seit Donnerstag schlauer. Margot Käßmann ist unter die Autoren eines elektronischen Logbuches getreten und wird regelmässig ein paar „Notizen aus Übersee“ schreiben.
Bloggerin: Margot Käßmann.

Bloggerin: Margot Käßmann.

© Michael Thomas (Archiv)

Die Macher des Internetportals der Evangelischen Kirche in Deutschland haben Käßmann gebeten, einen „Blog“ einzurichten – und das hat sie getan. Mit elektronischen Mitteln war sie schon immer bestens vertraut. So erfährt der Hannoveraner (und nicht nur er), dass Margot Käßmann wegen eines abgesagten Zubringerfluges fast den Jet nach Atlanta verpasst hätte, wo sie jetzt vier Monate an der Emory-University lehrt, und dass sie auf dem riesigen Universitätsgelände sich nur mit Stadtplan orientieren kann. Stirnrunzeln habe sie erzeugt, als sie nach einem Fahrrad fragte. Eine Pastorin habe ihr schließlich eines geliehen – „aber nur mit Helm“.

Interessant sind die Beobachtungen Käßmanns, die sie zur religiösen Kultur der Amerikaner aufgezeichnet hat. Beim Zappen nach einem Fernsehgottesdienst ist sie auf Sendungen gestoßen, in denen gegelte Farmer von gigantischen Ernten berichten, die sie nur einführen, weil sie an Gott glaubten. Gott als Chiffre für eine einzige Erfolgsstory. Viel (Positives) erfahren die Leser des Blogs auch über die Bibliothek der Emory-University, in der zur Freude Käßmanns an die 1000 Originalschriften von Luther lagern – angekauft durch einen Mäzen.

Käßmann wohnt übrigens in einem Studentenwohnheim mit „Graduates“, jungen Absolventen ab 20 Jahren. „Im Studentenwohnheim bin ich die ältere Dame, interessantes Gefühl“, notiert sie. Wer mehr erfahren will: www.evangelisch.de

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Es ist immer dasselbe: ein paar Glas zu viel, eine (zu) kurze Überlegung, der durch Alkohol bewirkte Verlust der Hemmschwelle – und dann der fatale Griff zum Fahrzeugschlüssel. Und später, wenn der Alkoholtest hohe Promillegrade angezeigt hat, die Zerknirschung auf der Polizeiwache: Margot Käßmann ist nicht die Erste, die nach einer nächtlichen Irrfahrt so etwas erlebt hat.

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