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„Opposition ist Chance für FDP“
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Landtagswahl „Opposition ist Chance für FDP“

Der liberale Ratsherr Wilfried Engelke rät seinen Kollegen im Landtag, die Rolle in der Opposition sinnvoll zu nutzen. Das Profil der Partei müsse geschärft werden, sagt er.

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Der liberale Ratsherr Wilfried Engelke rät seinen Kollegen im Landtag, die Rolle in der Opposition sinnvoll zu nutzen.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Nicht alle Liberalen trauern dem Verlust der Regierungsbeteiligung im Landtag hinterher. Wilfried Engelke, FDP-Fraktionschef im Rat und anerkannter Querdenker, sieht in der Opposition eine Chance. „Da können die Liberalen ihr Profil wieder schärfen“, meint Engelke. Dabei könnten die Kollegen im Landtag von der Arbeit der zweiköpfigen Ratsfraktion lernen. „Wir setzen auch eigene Ideen im Rat durch. Dazu muss man aber das Gespräch mit den Mehrheitsfraktionen suchen“, rät Engelke. Die Kunst der Oppositionsarbeit liege vor allem darin, Finger in Wunden zu legen und die Fehler der Regierung aufzudecken.

Für Engelke beginnen neue Zeiten. Denn seine erst vor eineinhalb Jahren in den Rat gewählte Kollegin Sylvia Bruns hat überraschenderweise ein Landtagsmandat errungen. Das liegt daran, dass die FDP bei der Landtagswahl fast zehn Prozent der Stimmen erhielt. Einen direkten Draht zur Landespolitik verspricht sich Engelke von der neuen Konstellation. „Damit wird auch die Arbeit der FDP-Ratsfraktion gestärkt“, ist er überzeugt. Zuvor sei es mit dem Kontakt zwischen den Liberalen im Rat und im Landtag nicht so weit her gewesen.

Bruns will ihr Ratsmandat nicht aufgeben. Manche Kollegen im Rat zweifeln daran, dass sie der Doppelbelastung standhält. Schließlich habe die FDP-Frau erst kürzlich ihr zweites Kind bekommen, heißt es aus dem Gremium. Engelke jedoch hat ein treffendes Gegenargument: „Die Arbeitsbelastung im Landtag ist nicht so hoch wie im Rat - sie wird aber wesentlich besser bezahlt“, sagt er. Zudem lege Bruns eine berufliche Pause ein. Die 43-Jährige hat bisher als Geschäftsführerin der Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung gearbeitet.

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Geboren 1971 in Berlin Geboren 1958 in Hamburg
1989 bis 1991: Zeitsoldat bei der Bundeswehr im Panzerbataillon 74 in Cuxhaven 1978 bis 1986: Jurastudium in Göttingen
1991 bis 1996: Studium der Rechtswissenschaften in Hannover 1987 bis 1989: Anwalt in Hannover
  1989 bis 1994: Staatsanwalt und Richter in Hannover
Politische Stationen
Seit 1998: Mitglied des Niedersächsischen Landtags 1994 bis 1997: Ministerialrat im Niedersächsischen Justizministerium
2002 bis 2003: Generalsekretär der CDU in Niedersachsen 1997 bis 2006: Stadtkämmerer in Hannover
1996 bis 2010: Abgeordneter im Cuxhavener Kreistag Seit 2006: Oberbürgermeister von Hannover
Seit 2010: Niedersächsischer Ministerpräsident  

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