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Endlager

Vorbereitung für Bergung des Asse-Mülls ist Geduldsprobe


Die Vorbereitungen zur Bergung des radioaktiven Abfalls im maroden niedersächsischen Atommülllager Asse bei Braunschweig sind aufwendiger als ursprünglich gedacht. Das verantwortliche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter teilte in seiner Informationsschrift „Asse Einblicke“ mit, die Probephase für die Bergung des Abfalls stelle alle Beteiligten auf eine Geduldsprobe.
Atomfass
© Nancy Heusel (Symbolbild)

„Da es sich aber bei der Rückholung radioaktiver Abfälle aus einem Endlager um eine bergmännische Pionierarbeit handelt, können die derzeitigen Verzögerungen eigentlich niemanden überraschen“, hieß es. Es gehe vor allem darum, Fehler in dem Verfahren zu vermeiden.

Ende März will das Landesumweltministerium grünes Licht für die Probebohrungen an Einlagerungskammern unter Tage geben. Dann rechnet das BfS aber noch mit Auflagen, die vor Beginn der Arbeiten erfüllt werden müssen. Wann schließlich die Fachleute mit ersten Bohrungen loslegen können, bleibt unklar. Ursprünglich hatte es geheißen, womöglich könnte noch 2010 die erste Kammer angebohrt werden.

Experten sollen untersuchen, in welchem Zustand die entsorgten Atommüllfässer sind. Ziel ist es, die rund 126.000 Behälter mit schwach und mittel radioaktivem Abfall wieder aus dem Bergwerk zu holen.

dpa

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Asse

In der Schachtanlage bei Wolfenbüttel sind zwischen 1967 und 1978 insgesamt 125.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktiven Abfällen eingelagert worden. Seit Jahren fließt kontaminierte Salzlauge aus dem maroden Bergwerk. Nach langwierigen Debatten sollen die Fässer jetzt zurückgeholt werden.

Gorleben

1977 fiel der Entschluss: Das ehemalige Salzbergwerk Gorleben soll atomares Endlager werden. Die Lage Gorlebens im Zonenrandgebiet sowie die dünne Besiedlung der Gegend gaben mit den Ausschlag - obwohl von Anfang an vor dem instabilen Deckgebirge über dem Lagerort sowie eindringendem Grundwasser gewarnt wurde.

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