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Der Hannover-Trend hat sich bestätigt: Die Schüler kapitulieren in Niedersachsen vor der verkürzten Schulzeit.

Die Sorge vor einem schlechten Abiturzeugnis und geringeren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hat in ganz Niedersachsen vor allem Zwölftklässler dazu bewogen, aus dem doppelten Abiturjahrgang auszusteigen. Den 12. Jahrgang besuchen aktuell nur noch 23.000 Schüler, die im Frühjahr gemeinsam mit rund 27.000 Gymnasiasten im 13. Jahrgang in die Prüfung gehen.

Zahlreiche Gemeinden in Niedersachsen haben die Absicht geäußert, zum 1. August 2011 die neue Schulform einführen zu wollen. „Mir liegen rund 40 Interessensbekundungen von Schulträgern vor“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Karl-Heinz Klare.

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Die Landtagsfraktionen von CDU und FDP haben am Donnerstag das Gesetz zur Einführung der neuen Oberschule in den Landtag eingebracht. In einer Sondersitzung des Kultusausschusses appellierte Bildungsminister Bernd Althusmann (CDU) an die Vertreter von SPD, Grünen und Linken, gemeinsam um die richtigen Lösungen für die schulpolitischen Probleme zu ringen.

Der Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion: Karl-Heinz Klare.

Trotz des Streits um die neue Oberschule in Niedersachsen strebt die CDU einen Konsens mit der Opposition an. Der Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, sagte am Donnerstag im Kultusausschuss in Hannover: „Wir haben das Ziel, einen schulpolitischen Kompromiss zu schaffen“.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU)

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) sieht Potenzial für bis zu 200 neue Oberschulen im Land. „Wir haben 200 zusammengefasste Haupt- und Realschulen. Da bietet es sich an, darüber nachzudenken, die umzuwandeln“, sagte Althusmann am Montag in Hannover.

Die Oppositionspolitikerinnen Frauke Heiligenstadt (SPD, v. l.), Ina Korter (Grüne) und Kreszentia Flauger (Linke) haben für Kultusminister Bernd Althusmann ein Hindernis geschaffen.

Beim zweiten „Bildungsgipfel“ zwischen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU), den Landtagsfraktionen sowie Schul- und Kommunalverbänden ist eine Verständigung am Dienstag ausgeblieben.

Unterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder
Nur 6,6 Prozent aller behinderten Kinder gehen in Niedersachen auf eine Regelschule.

Es ist ein schlechtes Zeugnis, das Bildungsforscher dem Land Niedersachsen ausgestellt haben. Beim Ausbau des gemeinsamen Unterrichts für behinderte und nicht behinderte Kinder ist Niedersachsen Schlusslicht.

Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) wird vom Philologenverband plötzlich als „Handlanger der Gesamtschullobby“ beschimpft.

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann war lange Zeit ein Verbündeter des Gymnasiallehrer. Jetzt aber ist der CDU-Politiker zum Feindbild geworden. Zu groß ist der Ärger über dessen Kurs in der Schulpolitik.

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