Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Trotz Rückgang der Schülerzahlen

Althusmann verteidigt Abitur nach 12 Jahren


Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) hat das Abitur nach 12 Jahren am Freitag im Landtag verteidigt - und trotz des Rückgangs der Schülerzahlen den Vorwurf zurückgewiesen, dass die Schüler davor fliehen.
Trotz eines Schülerrückgangs im ersten Abiturjahrgang nach 12 Jahren hat Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) vor einem Schlechtreden der Schulzeitverkürzung gewarnt.

Trotz eines Schülerrückgangs im ersten Abiturjahrgang nach 12 Jahren hat Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) vor einem Schlechtreden der Schulzeitverkürzung gewarnt.

© dpa

In Niedersachsen machen im Frühjahr die ersten Schüler das Abitur nach 12 statt wie bisher nach 13 Jahren. Einmalig verlassen damit zwei Jahrgänge gleichzeitig die Schulen. Auf diesen doppelten Abiturjahrgang sehe sich die Landesregierung gut vorbereitet, sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag im Landtag.

Berichte darüber, dass Schüler der ersten Abgangsklasse 12 wegen schlechter Noten absichtlich ein Jahr wiederholten, wies Althusmann als Panikmache zurück. Die Schülerzahlen seien tatsächlich gesunken, räumte er ein, wollte den Auslöser aber nicht bei der verkürzten Schulzeit sehen. Diese hätte die Noten der Schüler im Allgemeinen auch nicht verschlechtert. Die Grünen-Abgeordnete Ina Korter hatte in einer Anfrage Aufschluss darüber verlangt, warum die Schülerzahlen und anscheinend auch die Leistungen der Schüler eingebrochen sind.

Althusmann nannte als mögliche Ursachen für den Schülerschwund Auslandsaufenthalte der Schüler, den Wechsel auf ein Fachgymnasium oder den Beginn einer Ausbildung. Trotz mehrmaliger Nachfrage der Oppositionsfraktionen im Landtag konnte der Kultusminister keine konkreten Zahlen zu den freiwillig wiederholenden Schülern nennen - und den vielfach skizzierten Trend zur „Flucht aus dem doppelten Abiturjahrgang“ somit weder bestätigen noch widerlegen.

Probleme räumte der Kultusminister bei der Unterbringung des Lernstoffes in der um ein Jahr verkürzten Unterrichtszeit ein. Neue Lehrpläne habe es teils erst gegeben, als die Turbo-Klassen bereits angelaufen waren. Schüler hätten teilweise mit veralteten Lehrbüchern arbeiten müssen. Fachliche Bedenken der Grünen-Fraktion, was den Stoff in Mathematik angeht, wies Althusmann hingegen zurück: Die Mathe-Noten seien stichprobenartig überprüft worden und es habe keine deutliche Verschlechterung gegeben.

Althusmann warnte vor einem Schlechtreden der Schulzeitverkürzung. Die ständigen Diskussionen in der Öffentlichkeit führten bei den Schülern erst zu dem Gedanken „ich schaffe das nicht“, erklärte der Minister. Die Schüler hätten die Schulzeitfrage schlichtweg satt.

In den vergangenen Tagen hatte es Berichte über eine Flucht der Schüler aus dem doppelten Abiturjahrgang gegeben. Insbesondere in der Region Hannover war ein deutlicher Rückgang der Schülerzahlen in der Klasse 12 zu verzeichnen. Der Landkreis und die Stadt Lüneburg hingegen konnten den Trend nicht bestätigen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Politik-Artikel

Anzeige

Quiz

Sätze, die Geschichte machten

Es gibt einige Sätze die in die Geschichte eingegangen sind. Doch wer hat sie gesagt? Testen Sie Ihr Wissen in.

Kennen Sie Hannover?

Aus der Luft sehen sonst bekannte Gebiete manchmal ganz anders aus. Erkennen Sie Hannover von oben?

Kennen Sie alle Minister Niedersachsens?

Neun Landesminister zählt das Kabinett von Ministerpräsident David McAllister. Kennen Sie alle neun und ihre jeweiligen Berei...

Politik kompakt

Städtewetter
Tagestemperatur
°
Nachttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug


Top