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Melanie Behringer

Mittelfeld Melanie Behringer

Das hat noch keine Nationalspielerin geschafft. Wenn Melanie Behringer durch ihr Heimatdorf Wieden schlendert, kommt sie am „Melanie-Behringer-Stadion“ vorbei.

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Mittelfeldspielerin Melanie Behringer beim Training vor der Weltmeisterschaft in Deutschland.

Quelle: dpa

Wieden . Zugegeben, das Stadion ist ein Bolzplatz, auf dem sie einst täglich mit ihren vier Brüdern kickte, aber immerhin. 2009, nach dem Europameistertitel, ehrten die Südbadener die berühmte Einwohnerin auf so ungewöhnliche Weise.

Es war das Jahr, in dem Behringer den Durchbruch in der Nationalmannschaft schaffte. Unvergessen ihr Treffer im EM-Finale gegen England, als sie aus 35 Metern abzog – und zum „Tor des Monats“ traf. Es war mehr als ein Achtungserfolg in der Männerfußball-dominierten „Sportschau“.

Vor einem Jahr wechselte die 25-Jährige vom FC Bayern zum 1. FFC Frankfurt, den FC Bayern des Frauenfußballs. Ihre Frohnatur hat sich Behringer bewahrt, der Konkurrenz zum Trotz. Die ist vor allem in der Nationalelf groß, seit sie im Januar 2005 debütierte: Auf der linken Außenbahn hat es das selbsternannte Kraftpaket mit Künstlerin Fatmire Bajramaj zu tun, die stärker am Ball ist, aber längst nicht das Zweikampfverhalten zeigt, zu dem Behringer imstande ist. Ein Duell, das in der nächsten Bundesliga-Saison seine Fortsetzung findet, wenn Bajramaj nach Frankfurt wechselt.

Doch zunächst zähle die WM und der Traum vom Titel, sagt Behringer. Und: „Wenn ,Lira’ und ich uns den Job teilen, ist es für mich okay.“

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