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Alle Infos zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft

Deutschland ist Topfavorit Alle Infos zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft

In zwei Tagen beginnt mit dem Eröffnungsspiel in Berlin die Frauenfußball-WM in Deutschland. Wir machen Sie fit für die Titelverteidigung der deutschen Mannschaft. Wir beantworten wichtigsten Fragen zum Modus, den Favoriten und blicken auf die Besonderheiten des Turniers.

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Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft zählt zu den Topfavoriten der WM.

Quelle: dpa

Wie groß sind die Chancen der deutschen Mannschaft?

Die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid gehört zu den Topfavoriten auf den WM-Titel. Das DFB-Team könnte den Weltpokal nach 2003 und 2007 zum dritten Mal in Serie gewinnen. Für das Erreichen des Finales spricht neben der eigenen Topform, dass Birgit Prinz und Co. den beiden anderen Favoriten aus Brasilien und den USA frühestens im Halbfinale begegnen können. Als Geheimfavoriten gelten die skandinavischen Teams aus Schweden und Norwegen. Kaum einzuschätzen ist die Mannschaft aus Nordkorea, die so stark gegen fremde Blicke abgeschottet wird wie das Volk in dem fernöstlichen Staat.

Gibt es bei der Endrunde auch Exoten?

Am meisten belächelt wird das Team aus Äquatorialguinea, obwohl die Elf 2008 schon einmal Afrikameister geworden ist und als Zweiter des Kontinentalwettbewerbs 2010 nach Deutschland kommt. Ebenfalls noch ohne WM-Teilnahme war bislang Kolumbien. Auch dem deutschen Gegner Nigeria, der bislang bei jeder WM vertreten war, und Neuseeland werden nur geringe Chancen auf das Erreichen des Halbfinales zugetraut.

Wer sind die bisherigen Weltmeister?

In den kommenden drei Wochen wird in Deutschland die sechste WM gespielt. Vor den beiden Titeln für die DFB-Elf haben sich die USA (1991 und 1999) und Norwegen (1995) den Weltpokal gesichert.

Kann man die Weltmeisterschaft auch in Norddeutschland live verfolgen?

Einziger Spielort im Norden ist Wolfsburg. Dort sind drei Vorrundenspiele vorgesehen. Darunter die Spitzenspiele Brasilien gegen Norwegen (3. Juli) und Schweden gegen USA (6. Juli). Im Viertelfinale am 9. Juli wird die deutsche Mannschaft in Wolfsburg erwartet. Dazu muss das Neid-Team aber Gruppensieger werden.

Sind noch Karten für die WM-Spiele erhältlich?

Die Begegnungen der deutschen Mannschaft sind bereits ausverkauft. Für alle anderen Partien sind noch Eintrittskarten zu haben. Insgesamt wurden bereits mehr als 670.000 Tickets abgesetzt. Das sind mehr als Dreiviertel aller frei verkäuflichen Plätze. Für 30 der 32-WM-Spiele wurden mehr als 10.000 Karten verkauft, 15 Partien davon locken mehr als 20 000 Besucher an. Sorgenkind ist vor allem Bochum, wo die Partien Japan gegen Neuseeland und Nordkorea gegen Kolumbien Ladenhüter sind. Für diese beiden Spiele wurde bislang erst eine vierstellige Anzahl von Karten an die Fans gebracht.

Bei welchem Sender kann man die WM im Fernsehen verfolgen?

Alle WM-Begegnungen werden bei ARD und ZDF live gezeigt. Alternativ überträgt auch der Spartensender Eurosport die Partien direkt in die Wohnzimmer. In den Spielorten sind zudem wie beim „Sommermärchen“ 2006 WM-Fanmeilen eingerichtet, auf denen die Spiele auf Großleinwänden verfolgt werden können. Außerhalb der neun Austragungsorte ist dieses Gemeinschaftserlebnis nur vereinzelt möglich.

Wer sind die Stars der Frauen-WM?

Aus nationaler Sicht ist die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz der bekannteste Name im Frauenfußball. Neben der Rekordnationalspielerin (212 Einsätze) haben auch Torfrau Nadine Angerer, die bei der WM-Endrunde 2007 ohne jedes Gegentor blieb, Fatmire Bajramaj und Stürmertalent Alexandra Popp einen großen Bekannheitsgrad erreicht. Als größter Superstar weltweit gilt dagegen die Brasilianerin Marta. Als fünfmalige Weltfußballerin führt sie ein Team an, in dem die frühere Wolfsburgerin Christiane die bekannteste Mitspielerin sein dürfte. Außer der Amerikanerin Abby Wambach und der Japanerin Yuki Nagasato von Turbine Potsdam hoffen die meisten anderen Gästespielerinnen, sich bei der WM in den Vordergrund spielen zu können.

Sind auch Spielerinnen aus Hannover bei der WM dabei?

Seit der EM-Torschützenkönigin Claudia Müller 2001 stand keine Fußballerin aus Hannover mehr im Nationalteam. Bekannteste Fußballerin der Region ist Filiz Koc vom TSV Havelse, was jedoch weniger mit ihren fußballerischen Qualitäten zu tun hat, sondern mit ihrem Auftritt im ARD-Tatort am vergangenen Wochenende. Die 24-jährige Koc spielt für die Nationalelf der Türkei, die bei der WM nicht vertreten ist. Als beste Mannschaft der Region ist der MTV Mellendorf gerade in die 2. Liga aufgestiegen, hoffnungsvolle Talente spielen bei den Mädchenteams des TSV Bemerode und der TSG Ahlten. Die niedersächsischen Farben werden von zwei Wolfsburgerinnen vertreten. Verteidigerin Verena Faißt und Sturm-Joker Martina Müller spielen in der Bundesliga für den VfL. Einzige Hannoveranerin bei der WM wird Bibiana Steinhaus sein, die der DFB als Schiedsrichterin ins Rennen schickt.

Gibt es zur WM der Frauen auch ein Maskottchen?

Während der WM-Spiele tummelt sich die Katze „Karla Kick“ in den Stadien. Sie sieht ähnlich peinlich aus wie Paule von der Männer-Nationalmannschaft, ist aber das offizielle Maskottchen der WM 2011 und trägt im Gegensatz zu „Goleo“, ihrem Pendant von 2006, neben dem Trikot der deutschen Nationalmannschaft ganz sittsam eine Hose.

Einen Spielplan zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft finden Sie am Freitag in der Printausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

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