Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
DFB-Frauen nach 4:2 im Viertelfinale

Gruppenerste DFB-Frauen nach 4:2 im Viertelfinale

Die deutschen Fußball-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft auch ihr drittes Vorrundenspiel gewonnen und als Gruppenerste das Viertelfinale erreicht. Ohne die formschwache Spielführerin Birgit Prinz setzte sich das Team von Bundestrainerin Silvia Neid am Dienstag in Mönchengladbach mit 4:2 (2:0) gegen Frankreich durch.

Voriger Artikel
Simone Laudehr ist die heimliche Anführerin
Nächster Artikel
Wolfsburg freut sich auf Viertelfinalspiel der DFB-Frauen
Quelle: dpa

Mönchengladbach. Dank Birgit-Prinz-Vertreterin Inka Grings sind Deutschlands Fußballerinnen bei ihrer WM-Titelmission voll im Soll und ziehen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein. Beim spannenden 4:2 (2:0) gegen Frankreich feierte das Team von Bundestrainerin Silvia Neid am Dienstagabend ihren dritten Sieg im dritten Spiel und trifft nun am Samstag auf Japan. Sieggarant war Torjägerin Grings, die mit zwei Treffern (32. Minute/68. Foulelfmeter) die ausgemusterte Rekordspielerin Prinz blendend vertrat.

Vor 45.867 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park von Mönchengladbach hatte Kerstin Garefrekes (25.) den Titelverteidiger in Führung gebracht, Celia Okoyino da Mbabi setzte den Schlusspunkt (89.). Marie-Laure Delie (56.) und Laura Georges (72.) machten die Partie mit ihren Kopfballtreffern gegen die unsortierte deutsche Abwehr spannend. Die Französinnen mussten das letzte Spiel der Gruppe A in Unterzahl beenden, nachdem Torhüterin Berangere Sapowicz (65.) wegen einer Notbremse gegen Fatmire Bajaramaj die erste Rote Karte der WM gesehen hatte.

Mit drei Siegen aus drei Spielen sind die deutschen Fußball-Frauen ihrer Favoritenrolle bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land gerecht geworden und haben das Viertelfinale erreicht. Stark an diesem Abend war Inka Grings, die anstelle der formschwachen Birgit Prinz in der Startformation stand. Mit zwei Toren, eins per Kopf und eins per Straftoss, hatte sie maßgeblich Anteil am 4:2 Sieg der deutschen Natioanlmannschaft gegen Frankreich.

Zur Bildergalerie

90 Minuten vor dem Anpfiff war endgültig klar, dass Birgit Prinz erstmals nach 26 Länderspielen in Serie in der deutschen Startelf fehlen würde. Die zuletzt formschwache Ex-Weltfußballerin erhielt die erwartete schöpferische Pause und verfolgte den guten Auftakt ihrer Teamkolleginnen nur von der Bank. „Es sprach dafür, dass sie momentan nicht in Topform ist. Das sieht sie genauso“, sagte Assistenztrainerin Ulrike Ballweg.

Prinz-Ersatz Grings rechtfertigte von Beginn an in der Sturmspitze das Vertrauen der Bundestrainerin. Zudem durfte diesmal auch Bajramaj von Anfang an ran, sie vertrat die angeschlagene Melanie Behringer (Bänderdehnung). Für Linda Bresonik (Magen-Darm) und die von einer Gelbsperre bedrohte Kim Kulig rückten Bianca Schmidt und Lena Goeßling in die Mannschaft.

Spielführerin war anstelle von Prinz diesmal die Frankfurterin Garefrekes, die prompt wie schon im Eröffnungsspiel das deutsche Team auf die Siegerstraße brachte und damit das Fehlpass-Festival der ersten Minuten beendete. Wie beim 2:1 gegen Kanada in Berlin köpfte Garefrekes nach schöner Vorlage von Babett Peter zum 1:0 ein - bereits ihr achtes Tor bei einer WM.

Sieben Minuten später schlug Inka Grings zu. Gut zwölf Jahre nach ihrem Dreierpack gegen Mexiko bei der Weltmeisterschaft in den USA erzielte die Duisburgerin unbedrängt per Kopf ihren vierten WM-Treffer, die Flanke kam von Simone Laudehr. Für die überzeugende Grings war es das 63. Tor im 93. Länderspiel und zugleich ein weiteres Argument gegen eine Rückkehr von Birgit Prinz in die Startelf beim Viertelfinale.

Spätestens nach dem 2:0 hatten die WM-Gastgeberinnen die Partie endgültig im Griff. Das Passspiel lief nun besser, Bajramaj und Garefrekes brachten die Französinnen immer wieder mit Flügelwechseln durcheinander. Die zuvor beim 1:0 gegen Nigeria und vor allem beim 4:0 gegen Kanada so forschen Schützlinge von Coach Bruno Bini brachten diesmal in der Offensive kaum etwas zustande und wussten sich mehrfach nur mit Fouls zu helfen. Allerdings hatte Bini nicht seine stärkste Elf aufs Feld geschickt, sondern schonte einige Stammkräfte fürs Viertelfinale.

Ähnlich dachte auch Silvia Neid, als sie zur Pause die bereits mit einer Gelben Karte vorbelastete Simone Laudehr aus dem Spiel nahm. Dafür durfte Ariane Hingst ihr WM-Debüt geben. Doch die Deutschen verschliefen den Start in den zweiten Durchgang. Prompt kam Frankreich durch Delies Kopfballtreffer nach einem Eckball von Sandrine Soubeyrand zurück ins Spiel.

Die DFB-Auswahl aber erhöhte sofort wieder das Tempo. Mit einem Klasse-Freistoß scheiterte Grings noch an Frankreichs Keeperin Sapowicz (60.). Als Sapowicz dann am eigenen Fünf-Meter-Raum Bajramaj von den Beinen holte, schlug Grings per Strafstoß zum zweiten Mal zu. Es war der erste Elfmeter dieser WM. Die „Les Bleues“ mussten zu Zehnt weitermachen, im Tor stand nun Celine Deville.

Doch es blieb eine Zitterpartie für das deutsche Team. Erneut patzte die DFB-Defensive, Georges traf per Kopf zum erneuten Anschluss. Nun wurde es dramatisch. Grings traf nur das Außennetz (73.), Bajramajs Schuss wurde auf der Linie geklärt. Am Ende sorgte Okoyino da Mbabi für die Erlösung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Weltmeisterschaft
Foto: Die deutsche Mannschaft jubelt nach dem Viertelfinaleinzug mit den Fans im Stadion in Mönchengladbach.

Die deutschen Fußballfrauen ziehen die Bürger in Scharen vor den Fernseher: Am Dienstagabend erreichte das WM Spiel Deutschland gegen Frankreich einen Marktanteil von 51,9 Prozent – 16,24 Millionen Zuschauer fiebtern vor dem Fernseher mit.

mehr
Mehr aus Frauenfußball-WM
Die "Recken" gegen THW Kiel

Die "Recken" schlagen im DHB-Achtelfinale THW-Kiel mit 24:22.

Bei SmartBets findest du die besten Wettquoten für Hannover 96.
Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
18. Oktober 2017 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 Dets RaceTeam 642 27 2. Marx Beate 1979 Dets RaceTeam 420 21 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 366 23 4. Klippel-Westphal Kerstin 1970 Klippel Schuhmoden Burgwedel 211 21 5. Meier Sabine 1966 S [...]

mehr