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Fans enttäuscht über das Ausscheiden der deutschen Elf

Nach 0:1-Niederlage gegen Japan Fans enttäuscht über das Ausscheiden der deutschen Elf

Von wegen Frauenfußball ist langweilig - auf der Wolfsburger Fanmeile verfolgten rund 5000 Besucher gebannt das Spiel Deutschland gegen Japan. Und dann die Enttäuschung - in der Verlängerung schießen die Japanerinnen ein Tor und fegen damit die Partystimmung von der Fanmeile.

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Auf der Fanmeile wollte nach der Niederlage keine Partystimmung aufkommen.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Sie haben mitgefiebert, mitgezittert und bis zum Schluss auf den Sieg gehofft. Rund 5000 Besucher hatten das Spiel Deutschland gegen Japan nach Angaben der Stadt Wolfsburg auf der Fanmeile beim Public Viewing verfolgt. Doch als der Traum vom WM-Titel geplatzt war, verging den meisten Fans die Partystimmung. Noch bevor die 26.067 Zuschauer das ausverkaufte Stadion verlassen hatten, war die nur ein Kilometer entfernte Fanmeile wie leergefegt. „Ich bin schon enttäuscht, aber sie haben gekämpft“, zeigte die 44-jährige Margitta Klar aus Wolfsburg auch Mitgefühl.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Bei herrlichem Sommerwetter kommen schon am Nachmittag viele Fußballbegeisterte in die Innenstadt. „Wir sind begeistert“, sagt Astrid Thießen. Mit 50 Freunden und Bekannten ist sie aus Dithmarschen fünf Stunden mit dem Bus angereist, um das Spiel im Stadion zu sehen. „Die anderen Spiele haben wir bei uns in der Scheune auf einer Leinwand gesehen“, erzählt die 53-Jährige.

Zwei Polizisten und eine Polizistin gehen entspannt durch die Stadt und gönnen sich ein Eis: „Es ist alles ruhig“, sagt einer der Beamten. Die Akustik meint er damit wohl nicht, gleich um die Ecke stehen die Besucher der Fanmeile, schwenken Deutschlandfahnen und singen lautstark populäre Songs mit. „Es ist ein Fest der Fröhlichkeit, der Freude“, sagt Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU), bevor er die Fanmeile Richtung Stadion verlässt.

WM-Traum adieu: Für Tausende Fans im Freien und Millionen vor den Fernsehern ist der Traum vom WM-Hattrick der deutschen Elf zerplatzt. Mit hängenden Köpfen und traurigen Mienen verließen viele Besucher nach dem 1:0-Triumph der Japaner wortlos die großen Fanmeilen in Frankfurt und Wolfsburg sowie das Stadion in der VW-Stadt.

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„Es doch ein Stück Sommermärchen geworden - anders als bei den Männern, aber auch ein Sommermärchen“, sagt er noch kurz vor Anpfiff des Spiels. Damit die Deutschlandfarben im Straßenbild dominieren, hatte die Stadt seit Beginn der WM 3500 Blumenketten, 2000 Armbänder und 2000 Fähnchen in schwarz-rot-gold verteilt. Außerdem wurden 5000 T-Shirts und 5000 Schals für je fünf Euro angeboten. Und auch die Geschäfte hatten sich vorbereitet: „Ich sehe nur noch schwarz-rot-gold“, sagt eine Verkäuferin. Seit dem Morgen habe sie fast nur Fanartikel verkauft.

Christine Sadda Qui hat für sich und ihre zwei Kinder drei der begehrten Karten ergattert. Die deutsche Muslimin trägt ein schwarz-rot-goldenes Kopftuch. Familie Pick aus Espelkamp bei Minden hat sich trotz Wärme für Filzhüte in den Deutschlandfarben entschieden: „Man muss Opfer bringen“, lacht Vater Karsten Pick, der die Karten für sich, seine Frau Meike und die Töchter Christin und Philina im Internet ersteigert hat.

Doch nicht alle Wolfsburger sind im Fußballfieber - kurz vor Einbruch der Dunkelheit eilen viele zu Europas größter Wassershow, die in der VW-Autostadt gezeigt wird. Und Valentina Meier feiert ungerührt von der WM mit fünf Freundinnen in einem Eiscafe ihren 43. Geburtstag. „Wir klönen lieber“, sagt sie.

Noch in der Halbzeit herrscht trotz 0:0 beste Stimmung, Fahnen werden geschwenkt, und es wird fröhlich gesungen. In der zweiten Halbzeit wird es dann etwas ruhiger, gebannt verfolgen die Fans das Spiel. „Es war richtig spannend“, sagt Mehmet Kirsten aus Peine nach 90 Minuten. Und dann die Enttäuschung - in der Verlängerung schießen die Japanerinnen ein Tor und die Partystimmung ist dahin.

dpa

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Foto: Japan hat gegen Deutschland mit 1:0 gewonnen.

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