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Kleine Japanerinnen mit Angst vor Kopfbällen

Deutschlands Viertelfinalgegner Kleine Japanerinnen mit Angst vor Kopfbällen

Die Japanerinnen sind auffallend klein. Probleme haben die Asiatinnen daher besonders bei Kopfball-Duellen. Gegen Deutschland wollen sie über sich hinauswachsen, um den großen Favoriten zu stürzen.

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Kerstin Garefrekes hat bei der WM schon zweimal per Kopf getroffen.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Die kleinen Japanerinnen wollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft noch hoch hinaus - und sind dafür eigentlich nicht groß genug. Sorgen bereitet den Asiatinnen vor dem Viertelfinal-Spiel vor allem die Kopfballstärke des großen Turnierfavoriten Deutschland. Dennoch sagte Stürmerin Yuki Nagasato: „Ich habe keine Angst vor den Deutschen.“

Eine der Stärken der deutschen Mannschaft sind Kopfbälle - so wie sie vor allem Kerstin Garefrekes vorzüglich beherrscht. Zweimal schon traf Garefrekes bei der WM mit der Stirn und muss den Japanerinnen wie eine Art Kopfball-Ungeheuer vorkommen. Mit ihren 180 Zentimetern überragt die offensive Mittelfeldspielerin die japanischen Verteidigerinnen deutlich. Vor allem Innenverteidigerin Azusa Iwashimizu (1,62 m) dürfte neben Garefrekes winzig wirken.

Dennoch warnte die deutsche Co-Trainerin Ulrike Ballweg vor den Japanerinnen: „Sie haben eine sehr gute Kopfballtechnik“, sagte Ballweg: „Sie springen sehr hoch ab.“ Und sie schob hinterher: “ Es ist nicht so, dass sie unter 1,50 auf der Erde rumkriechen, sondern dass sie auch in der Luft spielen können.“

Natürlich sei das japanische Spiel weniger „auf hohe und weite Bälle ausgerichtet“. Die Assistentin von Cheftrainerin Silvia Neid lehnte eine einseitige Taktik aufgrund der Größenunterschiede allerdings ab: „Wir tun gut daran, nicht nur mit langen und hohen Bällen zu agieren.“

Die Japanerinnen wollen den Ball flach halten

Den Größenvorteil kann aber auch Ballweg nicht klein reden. Ayumi Kaihori ist mit 1,70 Meter überdurchschnittlich groß für eine Japanerin, doch die Keeperin muss sich schon gewaltig strecken, um in die Nähe der Torlatte zu kommen. Zwei Heber bei der Niederlage gegen England verdeutlichten das Problem. Ein Wechsel im Tor wäre für Trainer Norio Sasaki übrigens keine Alternative: Die beiden Ersatztorhüterinnen sind noch einmal sechs Zentimeter kleiner als die Stammkeeperin.

Die Japanerinnen wollen gegen Deutschland den Ball flach halten, am Boden haben sie ihre große Stärke. „Fußball ist nicht nur Physis“, sagte Nagasato, die in der Bundesliga für Turbine Potsdam spielt. Die Angreiferin, mit 168 Zentimetern eine der Größten im Nippon-Team, erklärte sogar forsch: „Ich glaube, dass wir momentan besser sind.“

Gegen Deutschland wollen sie über sich hinauswachsen und ihr schnelles Pass-Spiel einsetzen. Das ist die japanische Stärke, das gilt es zu unterbinden. Körperlicher Einsatz, so wie ihn die Engländerinnen bei ihrem Sieg gegen Japan zeigten, ist dabei ein probates Mittel. Seine Mannschaft sei „manchmal zu zurückhaltend, zu vorsichtig“, kritisierte Trainer Sasaki das Zweikampfverhalten. Diese Einschätzung gilt allerdings auch für das Kopfballspiel.

dpa

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