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5000 Fans unterstützen 96 in Dortmund

Auswärtsspiel am Sonnabend 5000 Fans unterstützen 96 in Dortmund

Nachtragend sind die Fans der "Roten" scheinbar nicht: 5000 Fans haben die Mannschaft von Hannover 96 zum Tabellenzweiten nach Dortmund begleitet. Sie wissen: 96 braucht in den restlichen Begegnungen die Unterstützung des Publikums, auswärts wie zu Hause.

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Hannover. 5000 Fans von Hannover 96 werden sich am Sonnabend auf den Weg machen, um ihren Verein im Fußball-Bundesligaspiel bei Borussia Dortmund zu unterstützen. 96 ist der Tabellenletzte. Auch die punktgleiche TSG 1899 Hoffenheim, der Tabellenvorletzte, hat ein Auswärtsspiel. In Bremen werden 191 (Achtung: es handelt sich hier nicht um einen Tippfehler) Hoffenheimer Fans dabei sein.

Man kann diese kleine Fangeschichte in viele Richtungen interpretieren. Zum Beispiel, dass es für die Bundesligakonkurrenz einen Unterschied machen würde, ob 1896 oder 1899 absteigt. Man könnte auch sagen: In Hannover ist der Glaube an den Klassenerhalt immer noch groß, während sie in Hoffenheim bereits aufgegeben haben. Vielleicht haben die hannoverschen Fans aber einfach nur größere Lust auf eine Abschiedstour.

So oder so: 5000 Fans der „Roten“ sind nach dem Spiel gegen Mainz (0:1) ein Beweis dafür, dass die treuen Anhänger nicht nachtragend sind. „Wir wollen euch kämpfen sehen“, hatte es schon während der 90 Minuten in der HDI-Arena aus der Nordkurve getönt. Und: „Bis auf Sievers, könnt ihr alle gehen.“ Neues Spiel, neue Chance, und nur mit Jörg Sievers, dem einstigen Pokalhelden und heutigen Torwarttrainer, wäre Borussia Dortmund möglicherweise schwer zu stoppen.

96-Trainer Thomas Schaaf hat das klug gemacht nach der schlimmen Leistung gegen Mainz. Er hat den Fans jedes Recht auf Kritik und Pfiffe zugestanden und dadurch vermieden, dass ein Graben zwischen Anhängern und Mannschaft entsteht. 96 braucht in den restlichen 14 Begegnungen die Unterstützung des Publikums, auswärts wie zu Hause.

Gleichzeitig weiß Schaaf, dass die Beziehung zwischen Fans und Spielern nicht unendlich belastbar ist, dass die Mannschaft „liefern“ muss, wie der Trainer es gern nennt. Und zwar nicht erst am 25. Spieltag, denn bis dahin könnte das Thema 1. Liga längst erledigt sein. Wenigstens das, was Schaaf bei seinem Amtsantritt als obersten Leitsatz ausgegeben hat, soll und muss in Dortmund erkennbar sein: dass alle Spieler nach 90 Minuten sagen können, dass sie alles gegeben haben.

Zum vierten Mal in seiner Zeit als 96-Trainer wird Schaaf es mit einer anderen Aufstellung versuchen müssen. Die bisherige Taktik mit zwei Stürmern hätte er vermutlich auch ohne den Ausfall von Adam Szalai und Hugo Almeida verändert. Gegen einen Kontrahenten wie den BVB, der mit geballter Offensivkraft loslegt und bei dem Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang mit 20 Toren einen Treffer mehr erzielt hat als das gesamte hannoversche Team (19), geht es erst einmal darum, den Laden hinten dicht zu machen. Es ist nicht Schaafs Lieblingsvorstellung vom Fußball. Aber wie sagte er so schön: Einen 5:0-Sieg in Dortmund erwarte diesmal niemand von Hannover 96.

Was die "Roten" von Darmstadt lernen können

Dem großen FC Bayern nacheifern? Das klingt unmöglich, könnte Hannover 96 aber schaffen, und zwar mit einem Sieg am heutigen Sonnabend in Dortmund. Denn der letzte Gastverein, der ein Bundesligaspiel im Signal-Iduna-Park gewonnen hat, war – genau – Bayern München (im April 2015 mit 1:0). Seitdem blieb der BVB zu Hause 13-mal unbesiegt und erzielte in jeder dieser Partien mindestens zwei Treffer (im Durchschnitt starke 
3,1 Tore pro Heimspiel). Es ist zu hoffen, dass sich 96-Torwart Ron-Robert Zieler an seinem 27. Geburtstag am Freitag damit nicht zu lange beschäftigt hat.

Es ist zugegeben wenig ermutigend, einen Blick auf die Auswärtsbilanz der „Roten“ zu werfen: Die bislang letzten Auswärtspunkte gab es am 1. November 2015 mit dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV.
Mutmacher für 96 ist 98, genauer: Darmstadt 98. Denn was kaum einer mehr auf dem Plan hat: Es war der Neuling, der es als einziger Club geschafft hat, in den vergangenen 13 Spielen in Dortmund wenigstens einen Punkt zu holen (2:2).

Thomas Tuchel, der Dortmunder Trainer, hielt sich vor dem Spiel mit einer Meinung zu 96 zurück: „Sie haben viele Verletzte und machen eine schwierige Phase durch“, sagte er. Mit dem Kollegen Thomas Schaaf hat Tuchel keine guten Erfahrungen gemacht – rein sportlich natürlich. Als Mainzer Coach gewann er gegen Schaafs Bremer nur zwei von acht Aufeinandertreffen.  

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