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Hannover 96 schießt Fortuna aus dem DFB-Pokal

6:1-Sieg Hannover 96 schießt Fortuna aus dem DFB-Pokal

Was für ein überlegener Sieg: Hannover 96 steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Mühelos haben die "Roten" gegen den erschreckend schwachen Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf mit 6:1 gewonnen. 

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Quelle: Sielski

Hannover. Ach, wäre es doch in der 2. Bundesliga auch immer so einfach. Mit 6:1 besiegte Hannover 96 am Mittwochabend in der zweiten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs Fortuna Düsseldorf und machte dabei den 20.500 Zuschauern nicht nur mit vielen sehenswerten Treffern, sondern auch mit jeder Menge Spielfreude Spaß.

„Einer geht noch, einer geht noch rein“, rief der Stadionsprecher in der HDI-Arena, als Hannover 96 durch Martin Harnik das 3:0 erzielt hatte. Eine Viertelstunde war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal gespielt – eine Minute später hatte der Mann am Mikrofon bereits den vierten Treffer zu verkünden, wieder für 96, wieder für Harnik.

Nach zwei Auswärtsniederlagen musste Hannover 96 am Mittwochabend im DFB-Pokal-Spiel im eigenen Stadion gegen Fortuna Düsseldorf ran.

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Es war eine verrückte erste Halbzeit. Sechs Tore in 45 Minuten, aus hannoverscher Sicht bestens verteilt – wann bekommt man das schon einmal im DFB-Pokal zu sehen. Normalerweise, wenn ein Bundesligist gegen einen Sechstligisten spielt. Gestern aber spielten zwei Zweitligisten gegeneinander, die in der Tabelle keine Welten trennen. Dennoch war es eine einseitige Angelegenheit für die „Roten“, die auftrumpften, als wollten sie den Frust der beiden Punktspielniederlagen gegen Union Berlin (1:2) und den 1. FC Nürnberg (0:2) einfach wegschießen.

6:1 für Hannover: Hier lesen Sie, wie sich die 96-Spieler im Spiel gegen Düsseldorf geschlagen haben. 

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Artur Sobiech, im Ligaalltag zuletzt glück- und formlos, machte nach fünf Minuten den Anfang mit einem schönen Schlenzer mit links zum 1:0. Zwei Minuten später war Felix Klaus an der Reihe mit dem 2:0, diesmal mit Sobiech in der Rolle des Vorbereiters. Danach folgte der doppelte Harnik, fertig war das 4:0.

Das alles ging so leicht und komplikationslos, als hätten die Düsseldorfer ihre Abwehr zu Hause gelassen. Mehr als ihre Anwesenheitspflicht erfüllten die Fortunen in der Defensive jedenfalls nicht. Zweikämpfe? Bloß nicht. Torwart Michael Rensing konnte einem leidtun, machte selbst allerdings auch nicht den Eindruck, als hätte er seinen besten Tag erwischt.

In der 20. Minute passierte Unglaubliches. Ein Tor, und zwar für Düsseldorf. Nach einer Ecke sorgte Kevin Akpoguma für das 4:1, weil 96-Torwart Samuel Sahin-Radlinger auf der Linie verharrte. 13 Minuten später war dann wieder Hannover dran, zum 5:1 und zum zweiten Mal durch Felix Klaus nach wunderbarer Kopfballvorlage von Harnik. „Oh, wie ist das schön, so etwas hat man lange nicht gesehen“, sangen die Düsseldorfer Fans. Mehr Sarkasmus geht nicht. Gäste-Trainer Friedhelm Funkel verfolgte die erste Halbzeit stoisch und mit verschränkten Armen am Spielfeldrand. So etwas hat auch der Trainerroutinier lange nicht von einer seiner Mannschaften gesehen.

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96 kann also doch Pokal – ist nach dem Kantersieg gegen Düsseldorf die kleine Krise der „Roten“ vorbei?

Die von Daniel Stendel kräftig umgebaute 96-Elf nutzte die Düsseldorfer Unpässlichkeiten mit großer Spielfreude. Der 96-Coach hatte die beiden Außenverteidiger Miiko Albornoz und Oliver Sorg auf die Bank gesetzt und durch Fynn Arkenberg und Edgar Prib ersetzt, Felipe stand erstmals wieder in der Startelf.

In der zweiten Hälfte änderte sich nichts an der hannoverschen Dominanz, nur beim Toreschießen hielt sich 96 nun zurück. Sebastian Maier sorgte in der 53. Minute für das 6:1, mit etwas mehr Konzentration wäre sogar ein zweistelliger Sieg möglich gewesen, zumal die Gäste nach einer Roten Karte für Lukas Schmitz noch eine Viertelstunde in Unterzahl waren.
Mit „Daniel Stendel, du bist der beste Mann“-Rufen schickten die 96-Fans den Trainer nach dem Abpfiff in die Kabine, für die Spieler gab es viel und lauten Applaus.     

Hier können Sie den Liveticker zum Spiel nachlesen.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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