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96-Hoffnungen ruhen auf Kiyotake

Nach Heimspiel gegen BVB 96-Hoffnungen ruhen auf Kiyotake

Zündende Ideen, klasse Vorlagen - ein echter Mutmacher eben: Die 96-Hoffnungen ruhen nach der Heimspielniederlage gegen den BVB auf Hiroshi Kiyotake. Denn der Japaner hat am Sonnabend eindrucksvoll unterstrichen, dass er auch mit dem großen Druck umgehen kann.

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„Ich hatte richtig viel Spaß“: 96-Spielmacher Hiroshi Kiyotake (rechts) hat gegen Borussia Dortmund (links: Sokratis) ein überzeugendes Comeback hingelegt. 

Quelle: Maike Lobback

Hannover. Da ruht einige Last auf seinen schmalen Schultern. Denn die Hoffnung bei Hannover 96 hat einen einzigen Namen: Hiroshi Kiyotake. Egal, wo man hinhört dieser Tage, alle trauen dem Japaner zu, dass er für den Umschwung bei den „Roten“ sorgen kann. Dass es künftig nicht nur spielerisch besser läuft, sondern endlich auch ein paar mehr Punkte auf das Konto kommen. Ein einziger Zähler nach vier Spielen, das soll ganz schnell anders werden - und dabei soll sich nicht nur die Anzahl der Spiele ändern.

79 Minuten gegen Borussia Dortmund haben gereicht, dass Kiyotake diese Hoffnungen bestätigt hat, die in ihn gesetzt werden. Eigentlich schon 18 Minuten. Denn den Pass, den der Japaner vor dem 1:0 für die „Roten“ auf Leon Andreasen spielte, den hat es bei den „Roten“ nicht nur wochenlang nicht gegeben, den kann - ohne zu übertreiben - sonst keiner bei 96 spielen: super in den Rücken der Abwehr in die sogenannte Schnittstelle und genau in den Lauf Andreasens. Sensationell.

Gut gekämpft, aber am Ende eine verdiente Niederlage: Hannover 96 hat gegen Borussia Dortmund eine annehmbare Leistung gezeigt.

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Er hatte zündende Ideen - und wie gut seine Standards, also Eck- und Freistöße, sind, das wurde den Zuschauern erst so richtig bewusst, als der Spielmacher völlig entkräftet ausgewechselt worden war: Sie kamen dann nämlich meistens halbhoch und waren somit eine leichte Beute für den Gegner.

Gegen den BVB hat Kiyotake eindrucksvoll unterstrichen, dass er auch mit dem großen Druck umgehen kann. Bei der Vorgeschichte war diese starke Leistung des Japaners wahrlich nicht zu erwarten gewesen. Er ist gerade erst von einem Mittelfußbruch genesen, den er sich Anfang Juni beim Training mit der japanischen Nationalmannschaft zugezogen hatte. Die zurückliegende Länderspielwoche war dafür vorgesehen, Kiyotake in den beiden Tests gegen Egestorf und Rotenburg Spielpraxis zu verschaffen. Er musste jedoch in dieser Zeit zu einer wichtigen familiären Angelegenheit in die Heimat und somit gegen die Dortmunder ins kalte Wasser geworfen werden.

Kiyotake hat das nicht gestört. Auch den immensen Druck habe er nicht empfunden - und fit fühle er sich auch. „Leistungsmäßig kann ich aber sicher noch ein paar Prozent zulegen“, sagte er selbstkritisch. „Ich habe mich aber gefreut, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen.“

Gut gekämpft und doch verloren: Nach einem packenden Duell in der HDI-Arena trennen sich Hannover 96 und Borussia Dortmund 2:4. Hier sehen Sie das Spiel in Bildern.

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Insgesamt habe er „richtig viel Spaß“ gehabt gegen die Dortmunder. In diesem Spaß sieht Kiyotake auch eine Art Schlüssel, wie es künftig bei 96 wieder besser laufen könnte. „Im Moment sind in unserem Spiel ein paar Spannungen drin“, sagte er. „Wenn wir den Spaß am Fußball wiederfinden und mehr Ballbesitz haben, kann das Energie freisetzen.“

Damit es so kommt, braucht 96 ohne Wenn und Aber einen fitten Kiyotake. Es wäre aber zu einfach, jetzt alles auf ihn abzuwälzen. Er ist ein Hoffnungsträger, aber kein Hexenmeister. Die gesamte Mannschaft muss sich steigern und ihm helfen, dann wird er auch ihr mit seinen Ideen und Vorlagen helfen.

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