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"Der Verein hat das schon einmal erlebt"

Manager erinnert an Enke "Der Verein hat das schon einmal erlebt"

Nach dem Derby-Debakel in Braunschweig beschwört 96-Sportdirektor Dirk Dufner den Zusammenhalt und erinnert daran, dass 96 schon einmal so eine schwierige Lage gemeistert hat.

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96-Manager Dirk Dufner appelliert an Mannschaft und Verein.

Quelle: dpa

Hannover. In schwierigen Situationen zusammenzurücken, die Probleme gemeinsam meistern, um dann gestärkt aus so einer Lage herauszukommen und wieder bessere Zeiten zu erleben: Diesen Geist von Hannover beschwörte gestern Dirk Dufner. Es war ein flammender Appell des 96-Sportdirektors an den Zusammenhalt in Mannschaft und Verein und gleichzeitig einer der wenigen zurzeit vorhandenen Lösungsansätze für die Krise des Fußball-Bundesligisten Hannover 96.

Die Spieler in der Einzelkritik zur Derby-Niederlage in Braunschweig.

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„In der Mannschaft ist ein unglaublicher Wille da, an dieser Situation auch zu wachsen“, sagte der Manager des abstiegsbedrohten Tabellen-13., den nur noch zwei Punkte von einem Relegationsplatz trennen. „Wenn man als Spieler aus so einer Situation mit einem positiven Ergebnis herauskommt, dann wächst man als Persönlichkeit. Jeder hat verstanden, dass er in dieser Situation wachsen kann, etwas zeigen und leisten kann“, sagte Dufner und blickte zurück in die jüngste und erfolgreiche Vergangenheit des niedersächsischen Traditionsklubs. „Der Verein hat das vor ein paar Jahren schon einmal erlebt, als er in einer ganz schwierigen Lage zusammengefunden hat. Das Ergebnis kennt jeder: Danach ging es nach Europa.“

Gemeint ist damit die Saison 2009/2010, als die „Roten“ erst am letzten Spieltag durch einen 3:0-Sieg beim VfL Bochum den Klassenerhalt perfekt machten. Der Grund für die Probleme und den lange anhaltenden lähmenden Zustand der Mannschaft hatte jedoch nichts mit Fußball zu tun. Damals brachte der Tod von Torwart Robert Enke, der sich am 10. November 2009 das Leben nahm, die Mannschaft aus dem Gleichgewicht und versetzte ihr einen Schock. Nach Enkes Suizid erzielte 96 in den folgenden sechs Spielen nur noch einen Punkt und geriet in Abstiegsgefahr.
Nach dem ersten Spiel der Rückrunde übernahm Mirko Slomka den Trainerposten von Andreas Bergmann, der zuvor schon Dieter Hecking abgelöst hatte. Doch auch Slomka gelang es nicht sofort, die Mannschaft zu stabilisieren. Die ersten sechs Begegnungen unter seiner Regie gingen verloren, womit die „Roten“ insgesamt neun Niederlagen in Folge kassierten. Die Wende folgte erst Anfang März durch einen
2:1-Sieg beim SC Freiburg.

Gut möglich, dass die aktuelle 96-Mannschaft davon profitieren würde, wenn ihr ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelingen und sie den Klassenerhalt schaffen würde. Der Schockzustand, im dem sich das damalige Team befand, ist aber mit der Verunsicherung der 96-Elf im Frühjahr 2014 nicht zu vergleichen. Altin Lala, Arnold Bruggink und Co. brauchten fast vier Monate, um wieder in die Spur zu kommen. So eine schwere Last trägt das 96-Team in diesen Wochen nicht mit sich herum. Es ist ihm zu wünschen, dass es sich schneller von allem Belastenden frei machen kann. Ein bisschen „Geist von Hannover“ kann dabei sicherlich nicht schaden.

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