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Trotz leichter Besserung

96-Spieler Andreasen spielt dieses Jahr nicht mehr

Von Jörg Grußendorf

Scheint da etwa ein kleines Lichtlein am Ende des langen Tunnels? Leon Andreasen hofft es zumindest, auch wenn es wohl nur ein frommer Wunsch ist. Der dänische Profi von Hannover 96 hat schon zu viel mitgemacht, zu viele Verletzungen mit ewig langen Ausfallzeiten hinter sich, um wirklich optimistisch zu sein.
Mit vollem Einsatz: 96-Abwehrspieler Christian Schulz.

Mit vollem Einsatz: 96-Abwehrspieler Christian Schulz.

© Ulrich zur Nieden

Der 27-Jährige hat eine Schambeinentzündung, er ist im April an der Leiste operiert worden. Seitdem, aber auch schon vorher, gab es ständige Aufs und Abs, wobei Letztere deutlich überwogen. Selbst Lauftraining bereitete ihm größte Schmerzen. So wurde zuletzt sogar von Karriereende gesprochen, und das nicht nur hinter vorgehaltener Hand: Der Profi selbst hatte es in Zeiten größter Resignation schon vorsichtig angedeutet.

Das ist, geht es nach dem dänischen Nationalspieler, bald Vergangenheit. Denn jetzt ist wenigstens ein bisschen Hoffnung da. Andreasen ist endlich weitgehend schmerzfrei. Bei einer Routineuntersuchung wurde dazu festgestellt, dass sich seine Schambeinentzündung gebessert habe; grünes Licht für ein „personenorientiertes Bewegungstraining“ wollten die 96-Ärzte allerdings noch nicht geben.

Eine schöne Nachricht für Andreasen, wenn auch keine erlösende. Einen Fehler, den der Mittelfeldspieler immer wieder gemacht hat, will er diesmal auf keinen Fall begehen: zu schnell zu viel zu wollen. Er versucht, auch wenn es ihm schwerfällt, Geduld zu bewahren und abzuwarten. „Vor der Winterpause wird es so oder so kein Comeback von Leon geben, selbst wenn er morgen mit dem Training anfängt“, sagte dann auch 96-Trainer Mirko Slomka gestern, „wir werden alles in Ruhe angehen.“

Ein anderer 96-Spieler kämpft jetzt auch wieder auf dem Platz um sein Comeback: Am Montag absolvierte Innenverteidiger Mario Eggimann, der sich einer Hüftoperation unterziehen musste, erstmals in der AWD-Arena ein Lauftraining, gestern auf der Mehrkampfanlage. In sechs Wochen soll der Schweizer Nationalspieler wieder fit für die Bundesliga sein, so der Plan der „Roten“.

Als erster der Nationalspieler ist der Tunesier Karim Haggui gestern wieder ins 96-Training eingestiegen; Emanuel Pogatetz, Mikael Forssell, Mohammad Abdellaoue und Konstantin Rausch mischen morgen wieder mit. Heute ist ein Pflegetag für sie angesetzt.

(mit kös)

Training am Mittwoch: 10 Uhr und 15.30 Uhr (nicht öffentlich).

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