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96-Spieler Harnik lernt Hannover lieben

Neuzugang der "Roten" 96-Spieler Harnik lernt Hannover lieben

96-Neuzugang Martin Harnik ist Österreicher, aber in Hamburg geboren und aufgewachsen. Von der Stadt seines neuen Arbeitgebers wusste er vorher nicht viel – und ist angenehm überrascht. Hannover 96 ist für ihn eine Aufgabe, auf die er sich nach eigener Aussage riesig freut – und ein Neubeginn.

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96-Neuzugang Martin Harnik freundet sich mit seinem neuen Verein und Hannover an.

Quelle: Petrow

Hannover. Schließlich hat der Stürmer sportlich ein wahres Seuchenjahr hinter sich. Er hatte zwei fatale Nackenschläge einstecken müssen, die nicht nur für ihn auch etwas überraschend kamen. Zum einen stieg er mit dem VfB Stuttgart, der noch im März von der Europa League geträumt hatte, aus der Bundesliga ab. Zum anderen ging er mit der besser eingeschätzten österreichischen Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich sang- und klanglos unter.

„Verdaut“, sagt der 29-Jährige ehrlich, „habe ich das alles noch nicht. Es rückt schon in den Hintergrund dank der vielen schönen Sachen, die ich hier kennenlernen konnte. Zum Glück musste ich darüber dann nicht mehr so oft nachdenken.“ Aber er habe auch nicht das Gefühl, etwas reparieren zu müssen. „Man will immer seine beste Leistung bringen“, sagt der Offensivspieler, „aber diese Ereignisse gehören zu meiner Karriere dazu, das muss ich akzeptieren.“ Und nach kurzer Pause fügt er an: „Jetzt beginnt ein neues Kapitel für mich, und das will ich bestmöglich gestalten. Reparieren lässt sich ohnehin nichts.“

Dass die „Roten“ sein neuer Arbeitgeber wurden, das sei auch für ihn überraschend gekommen - und der Transfer ganz schnell über die Bühne gegangen. Harnik war Mitte Juli zu Gesprächen in China, wo der von Felix Magath trainierte Erstligist Shadong Luneng den Angreifer verpflichten wollte. „Die Bedingungen waren erstklassig, doch ich habe abgesagt“, erklärt Harnik. Noch in China erreichte ihn ein Anruf von 96-Geschäftsführer Martin Bader. Es gab erste Gespräche und Verhandlungen - und übers Wochenende wurde alles klar gemacht. „Ich hatte China abgesagt, nichts in der Hinterhand, also ging alles sehr schnell“, sagt er. Das Nein zu China sieht Harnik als „Bauch- und Grundsatzentscheidung. Das Leben ist dort ganz anders. Ich genieße es jetzt, in der Freizeit mit Frau und Hunden in Isernhagen durch Felder und Wald zu laufen, am Maschsee zu sitzen und Kaffee zu trinken. So etwas hat es da nicht gegeben.“

Ohnehin hat es Hannover ihm angetan. „Ich habe die Stadt unterschätzt“, sagt Harnik, der als Sohn eines Österreichers und einer Deutschen in Hamburg geboren und aufgewachsen ist, „von außen betrachtet habe ich sie als farblos und grau wahrgenommen. Das hat sich komplett widerlegt, seit wir hier sind.“

Und, das ist für einen Fußballprofi besonders wichtig: Auch 96 sagt ihm zu. „Dem Verein merkt man an, dass da Tradition dahintersteckt, dass er jahrelang in der Bundesliga war und unbedingt dorthin zurückwill“, sagt Harnik. „Und die Mannschaft macht ohnehin sehr viel Spaß. Sie ist gut, hungrig und jung.“ Auch gut genug für den Aufstieg? „Da gehören mehrere Faktoren dazu, als nur über die Qualität und den Charakter zu sprechen. Sondern auch über das Quäntchen Glück, das man braucht und das wir in den ersten beiden Spielen durchaus zum richtigen Zeitpunkt hatten“, sagt er. Qualitativ und charakterlich sei die Mannschaft auf jeden Fall gut genug für den Sprung in die 1 Liga..

Gut genug findet Harnik, der sehr selbstkritisch wirkt, sich selbst noch nicht. „Das ist aber kein Wunder. Ich muss meinen Trainingsrückstand erst einmal aufarbeiten“, sagt er. „Das kann noch ein bisschen dauern. Aber nicht Monate, da bin ich sicher.“ Schließlich will er schon bald entscheidend mithelfen, 96 zurück in die 1. Liga zu schießen

Von Jörg Grußendorf

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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