Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
"Ich spüre absolutes Vertrauen"

96-Trainer Michael Frontzeck "Ich spüre absolutes Vertrauen"

Ein Punkt aus fünf Spielen, dazu zum Teil äußerst schwache Leistungen der Mannschaft: Bei Hannover 96 wächst der Druck auf Trainer Michael Frontzeck. Der hat jedoch keine Angst um seinen Job - und bekam am Dienstag Rückendeckung von Clubchef Martin Kind.

Voriger Artikel
Martin Bader muss nur noch Ja sagen
Nächster Artikel
1000 Flüchtlinge bei 96 zu Gast

Hat keine Angst um seinen Job: 96-Trainer Michael Frontzeck.

Quelle: dpa

Hannover. Sie Situation hat sich zugespitzt. Sie ist schon nach nur fünf Spieltagen sehr bedenklich für Hannover 96. Der Abstiegskampf hat schon in dieser ganz frühen Saisonphase Einzug gehalten bei den „Roten“. Selbst wenn die Partie gegen den VfB Stuttgart (Anpfiff am Mittwoch um 20 Uhr) noch keine entscheidende ist und längst kein Entscheidungsspiel: Es gibt es keine Ausrede; Mittwochabend gilt es. Das verdeutlicht schon ein kurzer Blick auf die Tabelle. Der Drittletzte erwartet das Schlusslicht – oder noch gravierender: Ein Punkt trifft auf null Punkte. Der Verlierer droht den Anschluss zu verlieren.

Wie angespannt die Lage in Hannover ist, verdeutlichte der Verlauf der üblichen Pressekonferenz vor einem Bundesligaspiel. Es wurden einige Fragen zum nächsten Gegner gestellt, aber nicht viel weniger, die sich um die Zukunft des Trainers drehten. 96-Coach Michael Frontzeck strahlte dabei bei allem Bemühen nicht mehr die Ruhe und Selbstsicherheit aus, die dem Team im Abstiegskampf der vergangenen Saison so gutgetan haben. Der 51-Jährige wirkte angefressen, die eine oder andere Antwort fiel schon ein wenig sarkastisch aus.

Was meinen Sie?

Das verlorene Spiel gegen den FC Augsburg ist die vierte Bundesliga-Niederlage von Hannover 96 in Folge. Schafft Frontzeck noch die Wende?

Vier Niederlagen in Folge, die massive Kritik an dem schwachen Auftreten der Mannschaft in dem Großteil der Partien sind auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Ob er denn noch das Vertrauen des Clubs spüre, wurde der Coch gefragt. „Ja, ich spüre absolutes Vertrauen“, sagte Frontzeck. Kurz und knapp. 96-Clubchef Martin Kind erklärte zwar auch Dienstag gegenüber der HAZ, dass es „keinen Druck für den Trainer gibt“, sagte aber auch schon mehrfach: „Fußball ist ein Ergebnissport“. Eine Formulierung des 71-Jährigen, bei der jeder 96-Trainer zumindest ins Grübeln kommen sollte.

Frontzeck hat dennoch keine Angst um seinen Job. „Ich bin 35 Jahre im Profigeschäft dabei. Ich weiß, dass Fußball ein Ergebnissport ist.“ Ein Rücktritt kommt für ihn nicht infrage. „Ihr wärt die ersten, die es erfahren würden“, sagte Frontzeck gestern mit süffisantem Lächeln zu den anwesenden Journalisten: „Aber es sieht noch nicht danach aus.“

„Ich bin positiver Dinge“

Frontzeck ist allerdings auch lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass ihn eine erneute Niederlage arg in die Bredouille bringen würde. Auch wenn er sagt: „Wo sind wir denn, wenn am fünften Spieltag der Abstiegskampf ausgerufen wird? Das muss ich nicht kommentieren“, ist ihm klar, dass die Mechanismen dieser Branche ganz schnell greifen.

Nach außen hin will er sich damit aber nicht befassen. Er gab sich viel mehr optimistisch – und strahlte dabei wieder eine Gelassenheit aus, die schon eher an sein Auftreten als Retter vor ein paar Monaten erinnerte. „Ich bin positiver Dinge, dass wir den Bock umstoßen können“, sagte Frontzeck. Ein Sieg gegen den VfB würde vieles einfacher machen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Niederlagenserie von Hannover 96
Immer mit der Ruhe: Der Druck auf Trainer Michael Frontzeck, hier beim Training am Montag, wird nach fünf sieglosen Spielen immer größer.

Auch nach vier Pleiten in Folge bleibt 96-Trainer Michael Frontzeck seiner Linie treu. Doch mit seiner Zuversicht steht er immer einsamer da. Es hat den Anschein, als ob aus dem gefeierten Retter in kurzer Zeit der ratlose Retter geworden ist.

mehr
Mehr aus Hannover 96
Einzelkritik: 96 gegen Heidenheim

Hannover 96 gegen 1. FC Heidenheim: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

Anzeige
Die HAZ-Sportexperten schreiben gemeinsam den RotenBlog
27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

mehr