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Andre Hoffmann kämpft sich zurück

„Das war die Höchststrafe“ Andre Hoffmann kämpft sich zurück

Vor einem Jahr hat sich 96-Verteidiger Andre Hoffmann das Kreuzband gerissen. Jetzt ist er wieder fit und will sich im Training zeigen. Ob es aber in der neuen Saison für einen Stammplatz reicht, ist nicht sicher.

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Unter Beobachtung: Trainer Michael Frontzeck schaut bei Andre Hoffmann ganz genau hin.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Fast genau auf den Tag ein Jahr ist es her, als der lange Leidensweg von Andre Hoffmann begann. Es ist der 27. Juni 2014, die Profis von Hannover 96 absolvieren nach dem Saisonstart gerade erst ihre zweite Trainingseinheit auf der Mehrkampfanlage, als Hoffmann versucht, in einem Zweikampf an den Ball zu kommen. Dabei bleibt der Abwehrspieler mit dem Stollen im Rasen hängen, fällt um, schreit und zeigt immer wieder mit schmerzverzerrtem Gesicht auf sein linkes Knie. Wenig später ist Gewissheit, was alle Augenzeugen befürchtet haben: Das vordere Kreuzband ist gerissen, der Albtraum eines jeden Fußballers. Hoffmann muss operiert werden und wird der Mannschaft des Fußball-Bundesligisten lange fehlen.

Auch am Dienstag bat 96-Trainer Michael Frontzeck die Spieler zum Training. Bei den hohen Temperaturen brauchte der ein oder andere Spieler eine Abkühlung.

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Am Dienstagvormittag beim Training ist der Innenverteidiger einer der auffälligsten 96-Profis. Er spielt in der Abwehrzentrale, dirigiert, baut das Spiel auf, gewinnt die Zweikämpfe und lässt kaum einen Gegenspieler vorbei. Keine Frage, da kickt einer, der sich wohlfühlt. Weil er nach monatelangem Aufbautraining und langen Wochen in der Reha endlich wieder das machen kann, was ihm am meisten Spaß macht. „Es gibt nichts Schlimmeres, als zusehen zu müssen, wie die anderen gegen den Abstieg kämpfen und man selbst nicht helfen kann. Das ist die Höchststrafe für einen Fußballer“, sagt Hoffmann, der in der vergangenen Saison in der Bundesliga nicht zum Einsatz kam und lediglich ein Spiel bei den Amateuren machte.

Ein Jahr Pause, so hatte sich der Innenverteidiger das nicht vorgestellt. „Ich bin davon ausgegangen, dass ich im Laufe der Rückrunde noch einmal eingreife. Doch dann kamen Komplikationen dazu, das Knie hat nicht so funktioniert, wie ich es mir gewünscht habe“, sagt der 22-Jährige, der aufgrund der langen Verletzung auch die U21-Europameisterschaft in Tschechien verpasste.
Jetzt ist der Defensivspieler wieder fit, „alles ist gut verheilt, ich kann das volle Tempo mitgehen.“ Ob es aber in der neuen Saison für einen Stammplatz reicht, ist nicht sicher. Denn ausgerechnet in der Innenverteidigung ist das Gedrängel groß, dort sind die „Roten“ sowohl quantitativ als auch qualitativ mit Marcelo, Felipe und Christian Schulz gut besetzt. Hoffmann könnte auch im defensiven Mittelfeld spielen, doch auch da ist die Konkurrenz mit Salif Sané, Manuel Schmiedebach und Leon Andreasen groß. Der 22-Jährige sieht sich selbst „grundsätzlich und perspektivisch auf der Innenverteidigerposition. Aber es geht für mich erst einmal darum, wieder näher an die Mannschaft zu kommen und so oft wie möglich zu spielen. Auf welcher Position ist egal.“

Gut möglich, dass Hoffmann nach seiner Verletzung und dem fast einjährigen Kampf zurück ins Team in den nächsten Wochen der Kampf um einen Stammplatz bevorsteht. Dabei hat er es jedoch selbst in der Hand, den Trainer zu überzeugen. Vom Zuschauen hat Hoffmann jedenfalls erst einmal genug.

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