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Abdellaoue glänzt nicht nur durch Selbstvertrauen

Einzelkritik Abdellaoue glänzt nicht nur durch Selbstvertrauen

Nicht nur durch seinen Siegtreffer zeigte Mohammed Abdellaoue am Sonnabend, wie wertvoll er für Hannover 96 ist. Der Norweger ist immer unterwegs, stets anspielbar und lauert auf seine Chance. Beeindruckend ist seine Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen.

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Sicher verwandelt: Mohammed Abdellaoue lässt 1899-Torwart Tom Starke keine Chance.

Quelle: zur Nieden

Hannover. An Selbstvertrauen mangelt es Mohammed Abdellaoue nicht. Dass der 96-Stürmer sich etwas zutraut und gut in Form ist, zeigte er schon beim Pokalspiel gegen Anker Wismar, als er die „Roten“ mit seinen beiden frühen Toren den Glauben zurückgab, dass für 96 nicht immer schon in der 1. Runde Endstation sein muss. Auch beim 2:1-Erfolg von Hannover 96 zum Auftakt der Fußball-Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim zeigte der Norweger seine Klasse – und dass 96 wieder einen sicheren Elfmeterschützen hat.

In Lübeck hatte Sergio Pinto den Ball über das Tor gejagt und Trainer Mirko Slomka daraufhin beschlossen, dass Pinto „jetzt kein Schütze mehr ist, ganz einfach“. Also musste in der 30. Minute gegen Hoffenheim ein anderer Spieler die Verantwortung übernehmen. Lange überlegt habe er nicht, sagt Abdellaoue, als der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Eigentlich ein Fall für Jan Schlaudraff, „er stand an der ersten Stelle. Doch Jan war gefoult worden, da habe ich mir einfach den Ball genommen. Und es hat keiner etwas dagegen gesagt“, berichtet Abdellaoue schmunzelnd.

Gelungener Saisonauftakt für die "Roten": Gegen 1899 Hoffenheim startet Hannover 96 mit einem 2:1-Erfolg in die neue Saison der Fußball-Bundesliga.

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Er habe sich „absolut sicher“ gefühlt, sagte der 96-Angreifer, der Hoffenheims Torwart Tom Starke keine Chance ließ und den Strafstoß in der 30. Minute eiskalt zum 2:1 verwandelte. Es war zugleich die Elfmeter-Premiere von Abdellaoue bei den „Roten“, seine zehn Tore in der vergangenen Saison erzielte er alle aus dem Spiel heraus. Auch in Norwegen habe er manchmal einen Strafstoß geschossen, „aber nicht allzu oft“. Und es scheint, dass der 25-Jährige auf den Geschmack gekommen ist. „Na klar, warum sollte ich nicht wieder schießen? Aber wir haben mit Didier (Ya Konan), Jan (Schlaudraff, d. Red.) und Pinto viele gute Schützen. Wer es macht, ist egal. Hauptsache, der Ball geht rein.“

Nicht nur durch seinen Siegtreffer zeigte der Torjäger, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Der Norweger ist immer unterwegs, stets anspielbar und lauert auf seine Chance. Beeindruckend ist seine Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Davon profitierte am Sonnabend besonders Schlaudraff, für den Abdellaoue so manchen Meter mitlief. Schlaudraff, nicht unbedingt ein großer Freund der Defensivarbeit, hatte so die Räume und die Kraft für seine gefährlichen Dribblings, die letztlich großen Anteil am Auftaktsieg der „Roten“ hatten. In der 84. Minute musste Abdellaoue angeschlagen ausgewechselt werden, sein Einsatz mit der norwegischen Nationalelf am Mittwoch in Oslo gegen Tschechien ist jedoch nicht gefährdet.

Obwohl das Zusammenspiel mit Schlaudraff gegen Hoffenheim prima klappte, ist nicht klar, ob die beiden auch im nächsten Bundesligaspiel beim 1. FC Nürnberg gemeinsam stürmen werden. Topstürmer Didier Ya Konan wird wohl bis dahin wieder fit sein und in die Mannschaft drängen. Für den Ivorer wird dann einer Platz machen oder auf eine andere Position wechseln müssen. Keine leichte Aufgabe für Trainer Slomka. So etwas nennt man wohl ein Luxusproblem.

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Auch ohne spektakuläre Rettungstat zeigte der 96-Torwart Ron-Robert Zieler eine erstklassige Leistung.

Hannover 96 hat den alten Schwung und die positive Grundstimmung in die neue Bundesliga-Spielzeit mitgenommen. Der Sieg gegen Hoffenheim - ein super Start. Und so waren die Roten in Form.

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