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Streifenhörnchen mit Abwehrschwächen

Transferflop Abel Xavier Streifenhörnchen mit Abwehrschwächen

Mit Hugo Almeida kommt ein wenig Glamour nach Hannover. Denn extravagante Typen gab es bei den "Roten" bislang nur selten. Einer der wenigen war übrigens ebenfalls ein Portugiese: Abel Xavier. Der entpuppte sich jedoch als einer der größten Transferflops von 96 überhaupt: Er bestritt nur fünf Spiele.

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Leider war nur die Frisur auffällig: Die Verpflichtung von Abel Xavier erwies sich bei Hannover 96 als großer Reinfall.

Quelle: Ulrich zur Nieden (Archiv)

Hannover. Ein Zopf und ein - sagen wir mal - modisch auffälliger Mickymaus-Pullover. Das ist im Vergleich zu einem Paradiesvogel wie dem Italiener Mario Balotelli oder dem Schweden Zlatan Ibrahimovic so etwas wie Extravaganz für Anfänger. Für hannoversche Verhältnisse aber hat Hugo Almeida, als er am Sonnabend von 96-Geschäftsführer Martin Bader als fünfter Neuzugang des Fußball-Bundesligisten präsentiert wurde, relativ tief in den Glamourtopf gegriffen. Und fällt damit im hannoverschen Team mit hohem Idealer-Schwiegersohn-Anteil erst einmal auf.

Profis mit extravaganten Frisuren oder Klamotten gab es in der hannoverschen Fußballgeschichte höchst selten. Es ist deshalb ein wunderbarer Zufall, dass der letzte, auf den beides zutraf, wie Almeida ein Portugiese war. Abel Xavier, wegen seiner geblondeten Zöpfchen-Frisur von den Fans liebevoll „Streifenhörnchen“ genannt, brachte im Januar 2004 einen Hauch von großer, weiter Fußballwelt in die Region. „Ich denke schon, dass ich eine Verstärkung für 96 bin“, meinte damals Xavier, der zuvor vom damaligen englischen Rekordmeister FC Liverpool an den türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul ausgeliehen war und in Hannover für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen sollte. Istanbul? Auch das eine Parallele zu Almeida, der von Werder Bremen im Jahr 2011 zu Besiktas Istanbul gewechselt war.

Nur fünf Spiele im 96-Dress

Für die „Roten“ ist zu hoffen, dass es sportlich keine weiteren Gemeinsamkeiten gibt, denn Xavier war einer der größten Transferflops von 96 überhaupt. Nur fünf Spiele bestritt der Verteidiger und vergrößerte die Probleme in der Abwehr noch, nach wenigen Monaten war er wieder verschwunden. Xavier hat sich seit 2013 übrigens dreimal erfolglos als Trainer versucht, nach seiner Konversion zum Islam nennt er sich Faisal Xavier.

Almeida, privat sonst überhaupt nicht extravagant, will in Hannover länger bleiben als sein Landsmann Xavier und länger als bei seinen letzten Stationen in Italien und Russland. Mit seiner Statur (1,91 Meter groß, 86 Kilogramm schwer) könnte der 31-Jährige seinem ehemaligen Trainer Thomas Schaaf vielleicht bei einem anderen Problem helfen, das diesem beim Trainingslager in der Türkei aufgefallen war. „Niemand fragt bei uns: Wo ist das Klavier - und wo soll ich es hintragen?“, sagte Schaaf. Wenn nicht alles täuscht, würde Almeida ein Klavier locker durch den Strafraum wuchten.

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