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Hannover 96 spielt künftig häufiger am Sonntag

Abstieg in die 2. Liga Hannover 96 spielt künftig häufiger am Sonntag

Fans von Hannover 96 müssen sich bald umgewöhnen: Wenn die "Roten" in die 2. Liga absteigen, wird das 96-Team zu anderen Anstoßzeiten auflaufen. Spiele am Sonnabend werden eher die Ausnahme bleiben, stattdessen wird es auch zur Mittagszeit Fußball in der HDI-Arena geben.

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In der HDI-Arena wird in der nächsten Saison wohl seltener sonnabends angepfiffen.

Quelle: Archiv

Hannover. Das Thema ist bislang ein bisschen untergegangen. Wer beschäftigt sich schon gern mit der Zukunft, wenn sie unschöne Veränderungen bringen wird. Doch spätestens vom 5. August an - dem Tag des Starts der kommenden Fußball-Zweitligasaison - werden sich die Fans von Hannover 96 umstellen müssen.

Fußballspiele von und mit den „Roten“, das bedeutete zuletzt in der Regel: Sonnabend ist 96-Tag. Fast immer um 15.30 Uhr, ganz selten auch mal um 18.30 Uhr. In der laufenden Erstligasaison hat 96 bereits 20-mal an einem Sonnabend gespielt, vier weitere Sonnabendpartien in Ingolstadt, gegen Schalke 04, 1899 Hoffenheim und bei Bayern München folgen noch. Sonntags und freitags war 96 nur jeweils viermal im Einsatz, dazu kamen ein Dienstag- und ein Mittwochspiel.

In der 2. Liga wird der Sonnabend als Spieltag zur Ausnahme werden. Denn im Unterhaus gibt es ein anderes Spieltagsmodell. Es gibt drei Begegnungen am Freitag und drei am Sonntag, dazu kommen zwei Sonnabendpartien und das berühmte Montagabendspiel, das sich in der Vergangenheit beharrlich den Beinamen „Gruselklassiker“ erarbeitet hat, auch wenn Spiele wie zuletzt das 2:2 zwischen Eintracht Braunschweig und SC Freiburg wohltuende Ausnahmen sind. Aber vielleicht war das mit dem Gruseln ohnehin nur ein etwas arroganter Blick von der 1. Liga nach unten ...

Erst von der Saison 2017/2018 an wird sich an dem Schema in der 2. Liga etwas ändern, dann gibt es ein Freitagspiel weniger und ein Sonnabendspiel mehr. Von August 2017 an wird übrigens auch in der 1. Liga montags gekickt, zumindest fünfmal pro Saison, und sollte Hannover 96 den Wiederaufstieg schaffen, hätte die Mannschaft in dieser Hinsicht einen Erfahrungsvorsprung.

Die Profis von Hannover 96 haben wieder auf der Mehrkampfanlage trainiert.

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Doch bis es so weit ist, heißt es für 96 Abschied nehmen vom lieb gewonnenen Termin am Sonnabend um 15.30 Uhr. Steht künftig sonnabends ein Spiel an, ist Anstoß um 13 Uhr. Freitag geht es in der 2. Liga nicht um 20.30 Uhr los (wie im Oberhaus), sondern um 18.30 Uhr. Sonntagspiele wird Hannover 96 in der neuen Saison um 13.30 Uhr bestreiten. Vor allem das wird Folgen für den Amateurfußball haben. Sonntag, 15 Uhr, gilt als die klassische Anstoßzeit im „kleinen Fußball“, mit einem Zweitligaspiel um 13.30 Uhr würde sich das überschneiden. „Ich bin sicher, dass sich das einpendeln wird“, sagt Karl Rothmund, der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands. „Anfänglich wird das aber garantiert für Unmut sorgen.“

Vermutlich werden Amateurclubs verstärkt versuchen, auf den Sonnabend auszuweichen. Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses im Bezirk Hannover, verspricht den Clubs bei der Spielplangestaltung „größtmögliche Flexibilität“.

Mehr Sonntaqsspiele

24 Spiele an einem Sonnabend, aber nur vier Spiele an einem Sonntag: In der Abschiedssaison aus der 1. Liga ist die Sache eindeutig: 96-Fans mussten sich 2015/2016 den Sonnabend meist frei halten, wenn sie ins Stadion wollten oder das Spiel am Bildschirm verfolgen. Sonntags war bis auf viermal Zeit für andere Beschäftigungen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der neue Haupttag für 96-Spiele in der 2. Liga der Sonntag. Das zeigt ein Blick auf die Spiele von Eintracht Braunschweig und 1. FC Nürnberg in dieser Zweitligasaison. Beide Clubs sind aufgrund ihrer Tradition und der vielen Fans aus Fernsehsicht ähnlich interessant wie 96: Die Eintracht wird diese Saison insgesamt 16-mal an einem Sonntag antreten, der „Club“ immerhin noch elfmal.

Auch der Freitag wird künftig häufiger ein 96-Termin werden. Braunschweig bringt es diese Saison auf neun Freitagspiele, die Nürnberger bringen es auf sechs. Der niedersächsische 96-Rivale kommt zudem auf vier Montageinsätze, die Franken sogar auf sechs Spiele am ersten Wochentag, der vor allem für Auswärtsfans unpassend ist.

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Testspiele von 96 gegen Amateurteams - wie hier mit Andre Hoffmann gegen den OSV Hannover - sind für die kleinen Clubs eine wichtige Einnahmequelle. Künftig wird 96 als Gegner weniger attraktiv - und der Amateurbereich durch den Abstieg weniger Geld bekommen.

Am Dienstag war Hannover 96 genau 5000 Tage in der 1. Liga. Bis zum 14. Mai, dem letzten Saisonspiel gegen Bayern München kann noch gezählt werden, dann folgt der Abstieg. Dieser wird auch schmerzhafte finanzielle Auswirkungen für den Amateurfußball in der Region haben.

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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