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Anker Wismar träumt von einem Fußballwunder gegen Hannover 96

Vor DFB-Pokal-Spiel Anker Wismar träumt von einem Fußballwunder gegen Hannover 96

Am Sonntag spielt Hannover 96 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Wismar: Anker-Trainer Timo Lange im HAZ-Interview über Fußballwunder und die Realität.

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Anker-Wismar-Trainer Timo Lange träumt von einem Fußballmärchen im DFB-Pokal gegen Hannover 96.

Quelle: Ostseezeitung

Herr Lange, glauben Sie an Wunder? Und daran, dass sich Wunder wiederholen?

Ich kann mir denken, worauf Sie hinauswollen. Als wir vor zwei Jahren das Testspiel gegen Hannover 96 gewonnen haben, habe ich von einem Wunder gesprochen. Es ist ja wirklich nicht alltäglich, wenn ein Sechstligist, und der war der FC Anker damals, gegen einen Bundesligisten gewinnt. Trotzdem sind wir total realistisch, wenn es jetzt im DFB-Pokal ein Wiedersehen gibt. Am Sonntag sind wir ganz, ganz krasse Außenseiter. Wir freuen uns, in der 1. Runde so einen tollen Gegner bekommen zu haben, und wollen dieses Spiel als Erlebnis genießen und es den Hannoveranern schwer machen. Was vor zwei Jahren war, das war gut, bedeutet heute aber nichts mehr.

Stört es Sie, dass Ihr Team gegen Hannover 96 offiziell zwar Heimrecht hat, aufgrund des schlechten Zustands des Wismarer Stadions aber in Lübeck gespielt wird?

Für uns ist das ein Auswärtsspiel, ganz klar. Wir haben nur einen einzigen Fanklub, dem etwa 20 Leute angehören, die mit auf Reisen gehen. Dann werden wohl noch ein paar Hundert Neugierige aus Wismar und dem Umland nach Lübeck fahren. Sollten am Sonntag 6000 bis 10 000 Zuschauer im Stadion sein, dann wäre das für uns ein tolles Ergebnis. Und wenn das zu 70 Prozent Anhänger aus Hannover sind, dann freuen wir uns darüber auch. Ganz ehrlich.

Sie haben selbst 165-mal für Hansa Rostock in der 1. Liga gespielt, zum letzten Mal im März 2003 bei der 1:3-Niederlage in Hannover. Welche Erinnerungen haben Sie noch an Spiele gegen 96?

Stimmt, das mit meinem letzten Bundesligaspiel in Hannover hatte ich fast vergessen. Besser kann ich mich an den Juni 1995 erinnern, da haben wir in der 2. Liga am vorletzten Spieltag mit einem 3:0 im Ostseestadion den Aufstieg klargemacht.

Der FC Hansa, Ihr alter Verein, ist jetzt in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Wie beurteilen Sie die Entwicklung in Rostock und im Ostfußball allgemein?

Ich war 17 Jahre bei Hansa, hatte dort eine super Zeit und bin immer noch neugierig, was sich dort tut. Die 2. Liga ist dadurch, dass dort so viele Ostvereine wie nie zuvor spielen, besonders interessant. Das ist insgesamt gut für den Fußball im Osten. Energie Cottbus traue ich es zu, mal wieder nach ganz oben zu kommen.

Saison 2002/2003, 1. Runde: VfR Aalen - Hannover 96. Zweimal lag der Außenseiter vorn, erst in der Verlängerung konnten die "Roten" den 3:2-Siegtreffer erzielen. Torschützen: Carsten Linke, Blaise Nkufo und Guido Gorges.

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Was haben Sie mit dem FC Anker in der 5. Liga vor?

Als Aufsteiger haben wir die vergangene Saison nach einer schwachen Rückrunde als Neunter beendet, eigentlich hatten wir vor, unter die ersten sechs zu kommen. Wir wollen uns verbessern und streben den Sprung in die Regionalliga an.

Bedeutet 5. Liga in Wismar, dass hier Amateure ihrem Sport nachgehen, oder gibt es zumindest halb professionelle Strukturen?

Das hier ist reiner Amateurfußball. Alle Spieler gehen einer geregelten Arbeit nach, studieren oder machen eine Lehre beziehungsweise eine Ausbildung.

Hat denn der Trainer beim FC Anker einen Fulltimejob?

Ich bin seit März 2009 in Wismar und habe beim FC Anker den ganzen Tag zu tun. Ich bin nicht nur Trainer der 1. Mannschaft, sondern auch Sportlicher Leiter. Auch in der 5. Liga gibt es da eine Menge anzupacken, gerade nach der Pokalauslosung gegen Hannover.

Wie gestalten Sie die letzten Tage vor dem „Spiel des Jahres“?

In dieser Woche steht bis Freitag fünfmal Training auf dem Programm, und zwar jeweils um 18.30 Uhr. Der Sonnabend ist frei, damit die Jungs gegen 96 möglichst frisch sind. So halten wir es ansonsten auch vor den Oberligaspielen.

Beim Testspiel Ihrer Elf gegen Rostock, das 0:7 verloren ging, waren Späher aus Hannover im Stadion. Haben Sie sich auch ein aktuelles Bild von 96 gemacht?

Mir reicht der Eindruck, den ich aus der vergangenen Bundesligasaison habe. Ich weiß, wie 96 Fußball spielt. Es geht mir darum, wie ich meine Elf taktisch so einstelle, dass wir auch gegenhalten können.

Wie wollen Sie das hinbekommen?

Ich lasse dann einen Spieler mehr auflaufen. (lacht) Nein, dazu werde ich jetzt nichts sagen. Dass 96 zuletzt zweimal in Folge in der 1. Pokalrunde rausgeflogen ist, das habe ich schon registriert. Aber das jetzt ist doch eine ganz andere Mannschaft. Die Chancen für uns stehen 0,5 : 99,5.

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