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Sobiech ist der neue Platzhirsch im 96-Sturm

Angreifer treffsicher wie nie Sobiech ist der neue Platzhirsch im 96-Sturm

Stürmer Artur Sobiech von Hannover 96 ist in der Vorbereitung bereits in Topform. Er zahlt das Vertrauen von Trainer Daniel Stendel mit Toren zurück. Auch beim Auftaktspiel in der zweiten Liga gegen Kaiserslautern könnte er so eine wichtige Rolle spielen.

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Startet durch: Torjäger Artur Sobiech.

Quelle: dpa

Hannover. Es gibt einen guten Grund, warum Artur Sobiech sagt, dass er es „kaum noch abwarten kann, bis es endlich losgeht“. Am Freitagabend (20.30 Uhr) startet Hannover 96 beim 1. FC Kaiserslautern in die neue Zweitligasaison, und wenn bei Sobiech alles auch nur halbwegs so gut läuft wie in den vergangenen Wochen, dann wird der 96-Stürmer beim Spiel im Fritz-Walter-Stadion garantiert eine wichtige Rolle spielen. Der Pole ist in Topform, er trifft, wie er will – und ist deshalb so wichtig wie noch nie für die „Roten“.

Wer wissen will, wie sich Sobiech kurz vor dem Auftakt bei den „Roten Teufeln“ fühlt, der muss dem 26-Jährigen nur ins Gesicht schauen. Ob beim Training oder dem anschließenden Smalltalk mit den Fans, der 96-Angreifer verbreitet stets gute Laune und strahlt eine Riesenportion Selbstbewusstsein aus. „Ich will in jedem Spiel zeigen, dass ich die Qualität habe, in der Startelf zu stehen. Ich will das Vertrauen zurückzahlen“, sagt Sobiech.

Bekommen hat er dieses Vertrauen von Daniel Stendel. Bei Stendels Vorgänger Thomas Schaaf spielte Sobiech zum Schluss keine Rolle mehr, in den letzten Begegnungen unter der Regie von Schaaf gegen Eintracht Frankfurt und den Hamburger SV schaffte es der Pole nicht einmal mehr in den Kader. Statt auf Hugo Almeida und Adam Szalai setzte Stendel jedoch im Sturm auf Sobiech, der bei Stendels Debüt in Berlin sofort mit einem Tor zurückzahlte. Und auch der zumindest für ein Jahr letzte Bundesligatreffer der „Roten“ gelang dem 26-Jährigen: Beim FC Bayern traf er zum 1:3.

„Es hat sich schon zum Ende der vergangenen Saison abgezeichnet, dass er trifft, wenn er das Vertrauen bekommt“, sagt Stendel, der sich über die Torquote seines Stürmers bislang nicht beklagen kann. Vier seiner insgesamt 18 Tore in 98 Bundesligaspielen für die „Roten“ erzielte der im Sommer 2011 von Polonia Warschau nach Hannover gewechselte Stürmer unter Stendel. Und auch in der Vorbereitung war Sobiech mit elf Treffern der erfolgreichste 96-Schütze. Bei der Generalprobe bei Norwich City drehte er richtig auf, brachte 96 in Führung, traf zum 3:0 und bereitete den zweiten Treffer mit vor.

Erfolg macht beliebt. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Sobiech zum ersten Mal in den 96-Mannschaftsrat gewählt wurde. Seine Mitspieler wissen, dass sie sich nicht nur auf dem Platz auf ihn verlassen können. „Durch die Wahl hat er von der Mannschaft mehr Vertrauen bekommen. Dann verlange ich von ihm aber auch, dass er das auf dem Platz zeigt. Und das hat er bislang sehr gut gemacht“, sagt Stendel. Er freue sich über die Entscheidung des Teams, sagt Sobiech: „Ich übernehme die Verantwortung gerne.“

Es ist schon beeindruckend, welchen Schub das Vertrauen von Trainer und Kollegen dem Polen gegeben hat. Auch von Verletzungen immer wieder zurückgeworfen, stand Sobiech bislang eher in der zweiten Reihe und musste sich oftmals mit der Rolle des Jokers zufriedengeben. Was nicht immer daran lag, dass die Konkurrenz im Angriff zu stark war. Jetzt ist Sobiech der Platzhirsch im Sturm, was bei der großen Qualität in der 96-Offensive einiges über die Form des 26-Jährigen aussagt.

Wie gut der Angriff der „Roten“ wirklich ist, wird sich schon in Kaiserslautern zeigen. „Auf dem Papier sieht das super aus, jetzt müssen wir das aber auch auf dem Platz bestätigen“, sagt der 96-Stürmer. Am besten gleich am Freitagabend. „Der Sieg gegen Norwich hat uns gutgetan“, sagt Sobiech: „Wir sind sehr gut auf das Spiel in Kaiserslautern vorbereitet. Wir wollen von Anfang an zeigen, dass wir voll da sind.“     

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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