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Wem wird Stendel wehtun?

Aufstellung Wem wird Stendel wehtun?

Für das Spiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag hat der 96-Trainer Daniel Stendel die Qual der Wahl: Artur Sobiech und Felipe drängen nach überstandenen Verletzungen in die Startelf. Ebenso Neuzugang Stefan Strandberg, der erstmals mit dem Team trainiert. Stendel wird harte Entscheidungen treffen müssen.

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Quelle: Archiv/Montage

Hannover. Wenn die Liga Pause macht, weil die Nationalteams testen oder Qualifikationsspiele anstehen, ist es meist beim Training von Hannover 96 sehr übersichtlich auf dem Platz. Auch bei der gestrigen Einheit fehlten acht Profis des Fußball-Zweitligisten, doch auch ohne die Nationalspieler hatte Trainer Daniel Stendel wie schon beim Test in Mönchengladbach (1:2) nicht nur viel Quantität, sondern reichlich Qualität auf dem Platz.

Die lange Zeit verletzten Felipe und Marvin Bakalorz sind beim Mannschaftstraining wieder voll dabei, Artur Sobiech und Charlison Benschop übten nebenan und sollen noch diese Woche wieder voll einsteigen. Neuzugang Stefan Strandberg kam Montag in Hannover an, der Norweger wird Dienstag (10 und 15 Uhr) mit seinem neuen Team trainieren. Mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag 
(13.30 Uhr) gegen Dynamo Dresden dürfte der Kampf um einen Platz in der Startelf in den nächsten Tagen so intensiv wie nie in dieser Saison werden. Auf vielen Positionen hat Stendel ein Luxusproblem, weil er dort die Qual der Wahl hat.

In den Tagen bis zur Partie gegen den Aufsteiger wird Stendel nicht nur als Trainer gefragt sein. Auch als Moderator wird er gefordert sein, weil er einigen Spielern, die sich einen Platz in der Anfangsformation ausrechnen, erklären muss, warum sie zunächst auf der Ersatzbank sitzen oder noch nicht einmal im Kader sein werden. Wen könnte es treffen, wer hat die besten Karten für die Startelf? Eine Übersicht.

Die Abwehr

Im Tor ist erst einmal alles klar, Philipp Tschauner ist Stendels Nummer 1. Spannend wird es in der Innenverteidigung. Mit Waldemar Anton, der am Freitag seinen ersten Einsatz in der U21-Nationalelf hatte, Neuzugang Strandberg und Salif Sané hat Stendel dort einen Spieler mehr, als er einsetzen kann. Noch größer wird die Auswahl, wenn der in Gladbach stark aufspielende Felipe absolut fit ist. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber es wird langsam“, sagte der Brasilianer.

Gut möglich, dass Sané gegen Dresden wie schon beim Test gegen den Bundesligisten ins defensive Mittelfeld rückt, auch Anton hat dort schon an der Seite von Manuel Schmiedebach gespielt. „Es ist doch schön für den Trainer, wenn er so viele Möglichkeiten hat“, sagt Stendel. Auf der rechten Seite steht mit dem 96-Talent Fynn Arkenberg, der gegen Gladbach seine Rolle sehr offensiv ausfüllte, eine Alternative für den bislang noch nicht überzeugenden Oliver Sorg parat. Mit Edgar Prib hat Stendel auf der linken Seite eine Option für Miiko Albornoz.

Das Mittelfeld

Ein stark besetztes defensives Mittelfeld hat bei den „Roten“ seit den Europapokalzeiten Tradition. Auch in der 2. Liga ist 96 in der Defensivzentrale sehr gut aufgestellt. Schmiedebach ist jedoch der einzige Spieler, der dort seinen Stammplatz sicher hat. Für den Platz neben dem 96-Kapitän hat Stendel zahlreiche Alternativen. In den bisherigen Ligaspielen gegen Kaiserslautern, Fürth und Bochum setzte der 96-Trainer auf den Norweger Iver Fossum. Mit Bakalorz sowie Anton oder Sané gibt es auch auf dieser Position mehrere Möglichkeiten für den 96-Coach. Das gilt hingegen nicht für den offensiven Part, den Sebastian Maier bislang ausfüllt. Einen zweiten „Zehner“ haben die „Roten“ nicht.

Der Angriff

Hier muss Niclas Füllkrug eine Schippe drauflegen und endlich treffen, sonst droht die Ersatzbank. Der Neuzugang aus Nürnberg spielt zwar sehr engagiert, aber halt auch sehr glück- und torlos. „Ich hatte mal eine Phase, in der ich ganz, ganz, ganz lange nicht getroffen habe. Dann kann man sich Sorgen machen. Wenn ein Stürmer mal drei Spiele nicht trifft, mache ich mir keine Sorgen“, sagt Trainer Stendel.

Die Partie gegen Dresden könnte erst einmal die letzte Chance für Füllkrug sein, denn Sobiech, der bis zu seiner Verletzung im Sturmzentrum gesetzt war, dürfte spätestens beim Auswärtsspiel in Bielefeld wieder absolut fit sein. Keine Veränderungen wird es auf den Außenpositionen geben. Dort haben Felix Klaus und Martin Harnik bislang gute Leistungen abgeliefert. Duelle um die Stammplätze wird es erst geben, wenn die Langzeitverletzten Uffe Bech und Noah-Joel Sarenren-Bazee wieder gesund sind.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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