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Bader und Möckel brauchen einen Plan B

Abwehr Bader und Möckel brauchen einen Plan B

Hannover 96 hat im Kader noch eine große Baustelle: in der Abwehr. Der in der vergangenen Saison ausgeliehene Alexander Milosevic wird kaum helfen können, ihn zieht es nach Darmstadt. Aber es gibt noch andere Kandidaten, um die anfällige Defensive zu verstärken.

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Salif Sané und Alexander Milosevic (rechts) noch einmal gemeinsam für 96? Seit gestern ist das eher unwahrscheinlich.

Quelle: Lukas Barth/dpa

Hannover. 16 Tage hat Fußball-Zweitligist Hannover 96 noch Zeit, die größte - und bislang einzige - Baustelle im Kader zu schließen. Die Abwehr hinterließ beim 3:1-Sieg gegen Greuther Fürth in der zweiten Halbzeit einen unsicheren Eindruck und ermöglichte den eigentlich harmlosen Gästen drei hochkarätige Torchancen. Weil vermutlich nicht alle künftigen Gegner damit so verschwenderisch umgehen werden, fahnden die Verantwortlichen des Clubs mit Hochdruck nach Verstärkung für die Abwehr, bevor am 31. August das Transferfenster schließt. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Montag musste ein Spieler, mit dem man fest als Verstärkung gerechnet hatte, wieder von der Liste gestrichen werden: Alexander Milosevic, den 96 wie bereits in der Winterpause von Besiktas Istanbul ausleihen wollte, zieht es nach Darmstadt. Gegen das Argument, das für 98 statt 96 spricht, lässt sich nicht viel machen: Darmstadt spielt 1. Liga, 96 nur 2. Liga. Bleibt zu hoffen, dass Geschäftsführer Martin Bader und der Sportliche Leiter Christian Möckel einen Plan B in der Tasche haben, sollten sie den Schweden Milosevic nicht doch noch umstimmen können. Denn im hannoverschen Kader besteht eine Unwucht, quantitativ und qualitativ. Während Trainer Daniel Stendel in der Offensive zahlreiche Möglichkeiten besitzt, muss er in der Innenverteidigung hoffen, dass sich keiner mehr verletzt - und Salif Sané auf jeden Fall bleibt.

Hübers fällt lange aus

Sané, Waldemar Anton und Florian Hübner: Das war’s schon auf der Manndeckerposition. Timo Hübers fällt mit Kreuzbandriss lange aus, bei Andre Hoffmann und Felipe, die diese Position bekleiden können, weiß niemand, ob und wann sie wieder hundertprozentig fit werden.

Trainer Stendel sieht bei den Schwächen in der Defensive „die gesamte Mannschaft in der Verantwortung“. Genau das ist das Problem: Gerät 96 unter Druck wie 25 Minuten gegen Fürth, wackelt es auch auf den von Oliver Sorg (rechts) und Miiko Albornoz (links) bekleideten Außenpositionen.

Niedermeier, Santana oder Senderos?

Ein Verkauf von Sané verbietet sich selbst für den Fall, dass der VfL Wolfsburg - und danach sah es Montag aus - die Transferbemühungen um den Senegalesen intensiviert. Ein Verkauf von Sané, der bei 96 einen Vertrag bis 2018 hat, wäre auch kurzsichtig. Bei einem möglichen Aufstieg müssten die „Roten“ einen Spieler mit der Qualität Sanés wieder für viel Geld kaufen, um in der 1. Liga bestehen können. Dann könnte das Geld, was der Verein bekommen würde, schnell wieder weg sein.

Als möglicher Neuzugang kursierte im Umfeld des Clubs der Name von Georg Niedermeier, der frühere Stuttgarter wäre ablösefrei zu haben. 96-Fans spekulierten auch über Felipe Santana und Philippe Senderos, die - genau wie Niedermeier - auch beim Zweitligakonkurrenten 1860 München gehandelt werden.

Ein interessanter Manndecker spielt beim nächsten Gegner Bochum: Felix Bastians gehört zu den besten Verteidigern der 2. Liga und stand bereits einmal auf der hannoverschen Wunschliste.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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