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Hannover 96 Zurück auf dem Boden

Es gibt auch solche Niederlagen. Welche, nach denen man sich nicht ärgern muss, weder als Zuschauer noch als Spieler, Niederlagen wie das 1:3 von Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen, nach denen man einfach feststellen kann: Glückwunsch an den Gegner, verdienter Sieg!

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Auch ein Nationaltorwart kann nicht immer zu null spielen: Ron-Robert Zieler liegt nach dem 1:3 enttäuscht am Boden.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Natürlich, wenn Joselu in der 69. Minute beim Stande von 1:2 nicht an Leverkusens Torwart Bernd Leno gescheitert wäre, dann hätte - unverdient hin, glücklich her - vielleicht ein Unentschieden herausspringen können. Aber selbst in der von beiden Seiten ziemlich wirr geführten ersten Halbzeit hatte man den Eindruck, dass es am Ende auf einen Leverkusener Sieg hinauslaufen wird.

Das Schöne an der Niederlage gegen Leverkusen ist die Tatsache, dass sie aktuell keinen Schaden angerichtet hat. „Für uns ist das kein Beinbruch“, sagte 96-Trainer Tayfun Korkut. Die „Roten“ rutschen in der Tabelle vom 4. Platz einen Rang tiefer. Weil aber auch der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach am 12. Spieltag freundlicherweise verloren, ist 96 nur einen Punkt vom 3. Platz entfernt, von Platz 2 trennen die Mannschaft nur vier Zähler.

Gegen Bayer Leverkusen gab es für Hannover 96 eine verdiente 1:3-Niederlage. Lesen Sie die Spielanalyse von unserem Redakteur Heiko Rehberg.

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Die Liga weiß nun, dass Hannover 96 zwar angesichts des kuriosen Torverhältnisses von 10:14 weiter spitzenmäßig dasteht, aber keine Spitzenmannschaft ist. Bei 96 wussten sie das schon vorher, Korkut ist in den vergangenen Wochen entsprechend vorsichtig mit dem verheißungsvollen Tabellenbild umgegangen. Er hat sich zwar geweigert, den Vergleich mit der „absoluten Spitzenmannschaft Bayer Leverkusen“ (Korkut) als Standortbestimmung anzusehen, aber in gewisser Weise war er das natürlich. Die Erkenntnis lautet: Wenn Gegner wie Bayer nicht alle ihre Chancen verballern oder 96 Abwehrböcke wie von Roberto Hilbert in 33. Minute nicht konsequent ausnutzt (Hiroshi Kiyotake und Lars Stindl ließen die Doppelchance zur Führung aus), dann ist ein hannoverscher Erfolg nicht drin. Korkut formulierte das anders, meinte aber dasselbe: „Man hat in einigen Phasen gesehen, dass wir auf Augenhöhe sein können, wenn wir voll da sind und an unsere Leistungsgrenze gehen.“

Hannover 96 empfängt Bayer Leverkusen am 12. Spieltag in der HDI-Arena.

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Doch die Tatsache, mit dem Champions-League-Dauergast Bayer Leverkusen nicht mithalten zu können, muss keinen in Hannover beunruhigen. Denn wie viele Mannschaften außer dem außerirdischen FC Bayern gibt es in der Liga von dieser ausgesuchten Klasse, die in der zweiten Halbzeit nicht nur in den Toren von Stefan Kießling (46. Minute), Heung Min Son ((58.) und des überragenden Karim Bellarabi (71.) zum Ausdruck kam? Auf Bayer-Niveau bewegen sich mit Abstrichen vielleicht noch Wolfsburg, Mönchengladbach und Spätstarter Schalke. Alles andere ist die Kragenweite von 96.

Interessant dürfte werden, was die kommenden Kontrahenten sich abgeschaut haben von Leverkusen. Das frühe Stören der hannoverschen Innenverteidiger Marcelo und Christian Schulz, die diesmal in ihrem üblichen Schön-ruhig-bleiben-und-notfalls-querspielen-Stil empfindlich gestört wurden, behagte der Mannschaft nicht. „Die Leverkusener haben 90 Minuten Pressing gespielt ohne aufzuhören - das ist schon bemerkenswert“, sagte 96-Torwart Ron-Robert Zieler. Der nächste Gegner 1899 Hoffenheim pflegt einen ähnlichen Harakiri-Kurs, kann aber wie die „Roten“ seine Schwachstelle nicht kaschieren: Die Hoffenheimer kassierten in den vergangenen drei Spielen elf Gegentore. Wie sagte 96-Profi Edgar Prib so treffend: „Wir haben keinen Grund, pessimistisch zu werden.“

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Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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