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Chancen auf Nationalelf-Rückkehr stehen gut

96-Torwart Ron-Robert Zieler Chancen auf Nationalelf-Rückkehr stehen gut

Glanzparaden statt Parolen: 96-Torwart Ron-Robert Zieler kann sich Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Nationalelf machen – wenn es stimmt, was aus dem Umfeld des Nationalteams zu hören ist. 

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Es spricht einiges dafür, dass Ron-Robert Zieler bald wieder zum Kader der Nationalelf gehört. 

Quelle: dpa

Hannover. Die letzten beiden Europameisterschafts-Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Irland (0:1) und Georgien (2:1) hat Ron-Robert Zieler aus ungewohnter Perspektive verfolgt: als Zuschauer zu Hause im Wohnzimmer, statt wie vorher auf der Bank des Weltmeisters. Der Torwart des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 war nicht nominiert, doch wenn stimmt, was aus dem Umfeld des Nationalteams zu hören ist, dann wird es für den 26-Jährigen nur eine kleine Pause gewesen sein.

Noch zwei Länderspiele gibt es in diesem Jahr, am 13. November in Paris gegen Frankreich und am 17. November gegen die nicht für die EM qualifizierten Niederländer – und zwar in Hannover. Für beide Spiele soll Bundestrainer Joachim Löw wieder mit Zieler im Kader planen, vieles spricht sogar dafür, dass der 96-Torwart bei seinem Heimspiel in Hannover auch im Tor stehen wird. Es wäre dann sein siebtes Länderspiel.
Zieler hat nach seiner Nicht-Nominierung dem Bundestrainer imponiert. Er hat kurz zu Protokoll gegeben, dass er gern dabei gewesen wäre, das Thema danach aber abgehakt und Hannover 96 mit Glanzparaden gegen Werder Bremen den ersten Saisonsieg gerettet (1:0). Nächste Gelegenheit, sich bei Löw in Erinnerung zu rufen, ist am Sonntag im Bundesligaspiel beim 1. FC Köln. Für Zieler ist das kein Spiel wie jedes andere: Er ist in Köln geboren und hat in der Jugend für den SCB Preußen Köln (übrigens als Feldspieler) und den 1. FC gespielt. Doch ausgerechnet in der Domstadt lief es für 96-Profi Zieler in der Vergangenheit nicht gut.

Ron-Robert Zieler gehörte seit der Saison 2010/11 zum Team von Hannover 96.

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In seiner Heimatstadt hatte der 26-Jährige seinen sechsten und bislang letzten Auftritt im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Und der verlief sehr unglücklich für Zieler und die DFB-Auswahl. Im Testspiel Mitte Juni gegen die USA, bei dem Bundestrainer Joachim Löw auf zahlreiche Stammspieler verzichtete, kassierte die deutsche Nationalelf eine 1:2-Niederlage. Löw hatte Zieler etwas überraschend den Vorzug vor dem Dortmunder Roman Weidenfeller gegeben, und der 96-Torwart zahlte das Vertrauen mit einer starken Leistung zurück. An beiden Gegentoren konnte er nichts machen, und nach einer beschäftigungslosen ersten Halbzeit hatte er nach der Pause einige gute Szenen und verhinderte kurz vor Spielende mit einer starken Fußabwehr gegen Michael Bradley einen dritten amerikanischen Treffer. Auf seinen zweiten Sieg im Tor der Nationalelf nach dem 1:0 im November 2014 in Spanien muss der 96-Torhüter allerdings weiter warten.

Auch in der Bundesliga verbindet der Torwart der „Roten“ mit dem Kölner Stadion bislang kaum gute Erinnerungen. Eine besonders schmerzhafte gab es für Zieler kurz nachdem er Florian Fromlowitz beim Rückrundenstart in Frankfurt Mitte Januar 2011 im 96-Tor als Nummer 1 verdrängt hatte. Zwei Monate später, ausgerechnet bei seiner ersten Rückkehr in seine Geburtsstadt als neue Nummer 1 der „Roten“, verletzte sich Zieler an der Schulter und musste kurz nach der Pause ausgewechselt werden. Nach zwei Spielen kehrte er wieder ins 96-Tor zurück, in dem er seitdem ohne Unterbrechung in jedem Pflichtspiel der „Roten“ stand.
Am Sonntag beim Spiel in Köln wird der 26-Jährige zum 160. Mal in einem Bundesligaspiel das Tor der „Roten“ hüten, ein Sieg im Rhein-Energie-Stadion gab es für ihn in dieser Zeit jedoch noch nicht. Bei seiner Premiere in Köln unterlag 96 mit 0:4, in der nächsten Saison verloren die „Roten“ mit 0:2. Nach dem Wiederaufstieg der Domstädter holte Zieler mit 96 in der vergangenen Spielzeit beim 1:1 seinen ersten Punkt in seiner Heimat. Nach dem Remis in Wolfsburg und dem ersten Saisonsieg im Heimspiel gegen Bremen wäre ein Unentschieden beim heimstarken 1. FC Köln für das Team von Trainer Michael Frontzeck ein gutes Ergebnis, mit dem sicherlich auch Zieler zufrieden wäre.

Von Christian Purbs und Heiko Rehberg

Dauerbrenner auf Rekordjagd

Noch 22 Spiele bis zu Platz 10: In der Liste der Rekordspieler von Hannover 96 steht Ron-Robert Zieler mit bislang 159 Einsätzen für die „Roten“ auf dem 13. Platz. Kommt der 96-Torwart ohne Verletzungen durch die Saison, dann wird er in dieser Statistik nach dem letzten Spieltag noch weiter oben landen. Mit dem lediglich einen Rang besser platzierten Sergio da Silva Pinto wird Zieler am Sonntag gleichziehen. Zum unvergessenen Robert Enke, der bis zu seinem Tod am 10. November 2009 insgesamt 164-mal im 96-Tor stand, kann Zieler noch in diesem Jahr aufschließen. Und verpasst der Torhüter bis zum 34. Spieltag keine Begegnung, hat er auch 96-Legende Altin Lala (181 Spiele) überholt.

Die 96-Rekordspieler:

  • Steven Cherundolo 302 Spiele
  • Jürgen Bandura 298
  • Hans Siemensmeyer 278
  • Rainer Stiller 254
  • Christian Schulz 237
  • Peter Anders 236
  • Jiri Stajner 229
  • Hans-Josef Hellingrath 199
  • Horst Podlasly 187
  • Altin Lala 181
  • Robert Enke 164
  • Sergio da Silva Pinto 160
  • Ron-Robert Zieler 159
  • Manuel Schmiedebach 153
  • Hanno Balitsch 150
  • Konstantin Rausch 150
  • Vinicius 144
  • Jan Schlaudraff 140
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