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DFB stellt Verfahren gegen Andreasen ein

Keine Sperre nach Handtor DFB stellt Verfahren gegen Andreasen ein

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat das Verfahren gegen 96-Profi Leon Andreasen eingestellt. Das hat 96-Geschäftsführer Martin Bader der HAZ bestätigt.

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Das Tor durch Leon Andreasen aus der 39. Minute hätte nicht zählen dürfen, der 96-Profi hatte es mit dem Oberarm erzielt.

Quelle: dpa

Hannover. Michael Frontzeck ließ sich auch gestern nicht aus der Ruhe  bringen. Als er gefragt wurde, ob er denn am Sonnabend im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt überhaupt mit Leon Andreasen rechnen könnte, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96: „Ich gehe davon aus, dass er auf dem Platz steht.“ Kurz vor 18.30 Uhr bekam Frontzeck die Bestätigung, dass er mit seiner Einschätzung richtig gelegen hatte: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teilte 96 mit, dass er das Verfahren gegen Andreasen eingestellt hat.
Nicht nur beim dänischen Mittelfeldspieler war die Erleichterung groß. Auch Frontzeck konnte aufatmen. Über die Möglichkeit einer Sperre hatte er noch am Mittag gesagt: „Das wäre ein richtiger Quantensprung. Dann müssten wir den Fußball völlig neu bewerten.“ Zumindest das blieb dem 96-Trainer erspart.

Hannover 96 hat den ersten Auswärtssieg dieser Saison eingefahren: die "Roten" schlagen den 1. FC Köln mit 1:0. Doch der Sieg hat einen bitteren Beigeschmack: Andreasen hatte das Tor mit der Hand erzielt. 

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Andreasen hatte am vergangenen Spieltag mit einem irregulären Handspiel das Siegtor beim 1:0 in Köln erzielt. Seitdem reihte sich eine Merkwürdigkeit an die andere, gestern auch die, warum es beim Verband eigentlich so lange dauert, in dem Fall zu einer Entscheidung zu kommen. Die Aussagen von Schiedsrichter Bastian Dankert und Andreasen lagen vor, und seit Sonntagabend sollte es normalerweise genug Gelegenheiten gegeben haben, sich den Treffer, der keiner hätte sein dürfen, ausführlich noch einmal anzuschauen.

Im Umfeld von Hannover 96 wurde das lange Schweigen in Frankfurt nachmittags als gut für Andreasen interpretiert. Denn für die Abwicklung einer Sperre, gegen die 96 Widerspruch eingelegt hätte, wäre kaum noch Zeit geblieben.

Die DFB-Ermittler folgten letztlich der Einschätzung der 96-Verantwortlichen. „Wir brauchen nicht darüber sprechen, dass das ein Handspiel war“, sagte Frontzeck. Es sei aber ein Reflex gewesen und keine Absicht. Mit dem Freispruch ist Andreasen nun vom Vorwurf des „krass sportwidrigen Verhaltens“ befreit – und kann morgen gegen Eintracht Frankfurt spielen.
In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Verantwortliche aus der Bundesliga auf die Seite von Andreasen geschlagen und – wie Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler – die Ermittlungen als „falsch und zu hart“ eingestuft.

 

Leon Andreasen begann seine Fußball-Karriere in Dänemark und kam nach einigen Wechseln nach Deutschland – 2009 unterschrieb er bei Hannover 96.

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