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Der ideale Konsenskandidat

Daniel Stendel Der ideale Konsenskandidat

Hannover 96 hat Daniel Stendel zum Cheftrainer befördert. Ist das eine gute Entscheidung oder nicht? Ersteres: Stendel ist der ideale Konsenskandidat, weil er für das sorgt, was der Verein für den Neuanfang in der 2. Liga mehr denn je braucht: Unterstützung von den Fans. Ein Kommentar von Heiko Rehberg.

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Genießt Rückhalt bei Fans und Spielern: Hannover 96 hat Daniel Stendel zum Cheftrainer befördert.

Quelle: dpa/Archiv

Es spricht für Daniel Stendel, dass die Verantwortlichen des Noch-Fußball-Bundesligisten Hannover 96 nicht mehr abwarten wollten, ob der Trainer auch gegen Schalke 04 ein gutes Ergebnis erzielt und die Mannschaft eine ansprechende Leistung zeigt. 96 verzichtet auf das Schaulaufen und hat die wichtigste Personalie für die kommende Zweitligasaison am Freitag geklärt: Aus dem Sechs-Spiele-Trainer Stendel wird eine Dauerlösung mit Vertrag bis Juni 2018.

Richtig oder falsch? Wer will sich wirklich anmaßen, das beurteilen zu können, seit die Sache mit Thomas Schaaf, den fast alle für die beste aller Lösungen gehalten hatten, grandios schiefgegangen ist. Wenn man es etwas überspitzt, dann hat 96 nach dem Motto gehandelt: Wenn wir die Wahl zwischen Mirko Slomka und Kosta Runjaic haben, dann nehmen wir halt Stendel. Klingt einfach, und ist es auch.

Slomka hat trotz seiner unbestrittenen Erfolge bei 96 zu viel Porzellan zerschlagen, um mit ihm einen unbefangenen Neustart wagen zu können. Und einer wie Runjaic, mit dem 1. FC Kaiserslautern zweimal am Aufstieg gescheitert, hätte nach einem knappen Sieg im Testspiel beim SV Ramlingen/Ehlershausen schon in der Kritik gestanden.

Stendel ist der ideale Konsenskandidat, weil er für das sorgt, was der Verein für den Neuanfang in der 2. Liga mehr denn je braucht: Unterstützung von den Fans. Es ist deshalb kein Zufall, dass Geschäftsführer Martin Bader im Zusammenhang mit Stendel von „Identifikation“ und „emotionalem Verständnis“ für den Club spricht. Beides hat – vor allem von der Spielerseite – in der Vergangenheit gefehlt und wesentlich dazu beigetragen, dass das Erstligakapitel nach 14 Jahren endet.

Natürlich könnte man jetzt sagen, dass es sich 96 wie im Vorjahr zu leicht macht und dem Wunsch der Fans folgt. Damals hatte sich Clubchef Martin Kind von der Rettung in fünf Spielen blenden lassen und trotz vorhandener Skepsis mit Michael Frontzeck verlängert. Stendel bekommt jetzt einen Vertrag nach drei Spielen. Natürlich ist das riskant, weil niemand weiß, wie Stendel Krisen und Niederlagen moderiert und ob er mit dem Druck umgehen kann, der durch das unmissverständliche Ziel Wiederaufstieg vorhanden sein wird. Aber spricht das oder seine fehlende Eloquenz gegen Stendel?

Der 42-Jährige hat in kurzer Zeit bewiesen, dass er ein leidenschaftlicher Trainer ist mit einer offensiven Spielidee. Und dass er Nachwuchstalente nicht nur benötigt, um im Trainingslager 11 gegen 11 spielen zu können, sondern sie auch einsetzt. 96 hat das honoriert und gibt Stendel eine Chance, die auch für den Club eine ist: Wenn am 5. August die Zweitligasaison beginnt, geht 96 mit Rückenwind ins Rennen.

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Hannover 96
Bleibt auf dem Posten des 96-Cheftrainers: Daniel Stendel.

Daniel Stendel bleibt Trainer von Hannover 96. Das gab der Fußball-Bundesligist am Freitag bekannt. Der bisherige Interimscoach erhält einen Vertrag bis 2018 und soll dafür sorgen, dass die "Roten" in der kommenden Zweitliga-Saison den Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen.

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27. November 2016 - Christian Purbs in Allgemein

Und wieder zwei Punkte weg. Und wieder war mehr möglich für die „Roten“. Auch wenn Daniel Stendel die Tore nicht selbst schießen kann, was er garantiert am liebsten machen würde, in Düsseldorf gab auch der 96-Trainer keine glückliche Figur ab.

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