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Stendel: "Ich habe Bock auf positive Schlagzeilen"

Vorstellung des neuen Trainers Stendel: "Ich habe Bock auf positive Schlagzeilen"

Ex-Profi Daniel Stendel ist neuer Cheftrainer und damit Nachfolger von Thomas Schaaf bei Hannover 96. Am Montagmittag gab er seine erste Pressekonferenz und betonte, dass er der Mannschaft das verlorene Selbstvertrauen sowie Mut wiedergeben wolle.

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Neuer 96-Cheftrainer: Daniel Stendel.

Quelle: Petrow

Hannover. Es gibt Geschichten, die kann sich niemand ausdenken. Erst recht nicht, wenn sie von Hannover 96 handeln. Und erst recht nicht in diesen turbulenten hannoverschen Fußballtagen. 2002 kehrten die „Roten“ nach finsteren Jahren in der 2. und sogar 3. Liga ins Bundesliga-Oberhaus zurück. Mit seinen Toren nicht unmaßgeblich daran beteiligt war ein gewisser Daniel Stendel. 14 Jahre später, am vergangenen Sonntag, bekam dieser Stendel einen Anruf von 96-Geschäftsführer Martin Bader, der wissen wollte, ob der ehemalige Profi und aktuelle U19-Coach bereit wäre, der neue 96-Cheftrainer und Nachfolger von Thomas Schaaf zu werden. Stendel wollte, und deshalb saß er in der HDI-Arena an seinem 42. Geburtstag auf dem Podium.

Der Mann, der als Stürmer mit 96 aufstieg, wird also der Trainer sein, der den Verein in die 2. Liga begleitet. Wie gesagt: Das Fußballleben liebt kuriose Pointen. 

Hannover 96 steht mit neuem Trainer Daniel Stendel wieder auf dem Rasen.

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Stendel, das war zu spüren, ist keiner, der eloquent erzählen kann. Er ist auch kein Sprücheklopfer, kein launiger Plauderer und kein Knurrer. Stendel spielt noch keine Rolle wie viele Trainer in der Branche. Er wirkte unsicher, aber das glich er mit Authentizität wieder aus. „Ich bin mit kurzen Unterbrechungen seit 1999 in Hannover“, sagte Stendel. „96 ist mehr als ein Verein für mich.“ Auch deshalb sei es für ihn „hart gewesen, zu beobachten, wie es läuft“. 

Die neue Aufgabe sei für ihn eine Chance, sagte er. „Ich möchte 96 wieder in die positiven Schlagzeilen führen.“ Doch viele Gelegenheiten dazu wird Stendel nicht bekommen, denn es ist nur eine Chance für sechs Spiele. „Wir haben ganz klar formuliert, dass er bis zum Saisonende in der Verantwortung ist“, sagte Geschäftsführer Bader. „Wir machen uns parallel Gedanken, wer dann in der neuen Saison der Cheftrainer wird.“ Stendel, so Bader, „wird danach seine erfolgreiche Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum wieder aufnehmen“.

Weniger schmeichelhaft umschrieben bedeutet das: Einen Neuaufbau in der 2. Liga trauen die 96-Verantwortlichen Stendel nicht zu. Dass sich die „Roten“ nicht einmal eine kleine Hintertür offen halten für den Fall, dass Stendel – wie in Mönchengladbach geschehen mit Andre Schubert – die trostlose 96-Mannschaft wieder ins Laufen kriegt, ist im Grunde die bemerkenswerteste Nachricht des Tages.

Daniel Stendel wurde bei einer Pressekonferenz als neuer Hannover-96-Trainer vorgestellt.

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Auf die Frage, ob er bei zehn Punkten Rückstand noch an den Klassenerhalt glaube, sagte Stendel: „Die Tabelle können wir alle lesen. Das ist nicht das, was mich primär beschäftigt.“ Ansonsten fielen viele Sätze, die auch schon Schaaf Dutzende Male wiederholt hatte. Stendel erzählte, dass er „die Jungs dazu bringen will, alles aus sich herauszuholen“. Dass sich die Fans wieder mit der Mannschaft identifizieren sollen. „Es geht jetzt darum, mal die Ärmel hochzukrempeln und sich durchzubeißen. Da haben wir noch Reserven.“ Mit dieser Formulierung gelang Stendel zumindest schon einmal der Nachweis, dass er Kritik elegant verpacken kann.

Daniel Stendel - die besten Bilder seiner Karriere.

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frs/hr/dpa

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