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Das Erfolgsgeheimnis von Hannover 96

Nach Stuttgart-Spiel Das Erfolgsgeheimnis von Hannover 96

Hannover 96 hat beim wichtigen Sieg in Stuttgart gezeigt, dass Trainer Daniel Stendel und die Spieler mit dem Druck umgehen können. Nun müssen sie am Sonntag gegen den Tabellenneunten SV Sandhausen nachlegen.

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Die Freude nach einem späten Siegtor ist die schönste: Felix Klaus sprintet nach seinem 2:1 los - und findet schnell Mitjubler (kleines Bild). Fotos: IM (3)

Quelle: imago sportfotodienst

Stuttgart. Ein Schuss aus sieben Metern ins leere Tor - für einen Fußballprofi keine besondere Herausforderung - genügte, und zack ist alles in bester Ordnung, sind Zweifel und Skepsis weggewischt. Der Siegtreffer von Felix Klaus zum 2:1-Erfolg von 96 beim VfB Stuttgart war ein ganz besonders wichtiger für die „Roten“ aus Hannover, aber ganz so einfach wollte es sich bei 96 nach dem glücklichen, aber keineswegs unverdienten Erfolg im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga niemand machen.

96 trainiert am 13. Dezember am Maschsee - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Na klar, gejubelt und gefeiert wurde nach dem Abpfiff laut und ausgiebig, schließlich gelang der erst dritte Auswärtssieg der Mannschaft von Trainer Daniel Stendel beim VfB Stuttgart, dem Mit-Absteiger der vergangenen Saison und Mit-Favoriten auf den Aufstieg in dieser Spielzeit. „Für uns war es wichtig dranzubleiben. Sieben Punkte Rückstand, das wäre schon ein Brett gewesen“, sagte Stendel, der sich still und leise freute über den Coup in Stuttgart und seine Emotionen geschickt verbarg.

Rückschläge weggesteckt

Wenn man dem 42-Jährigen ein Gefühl anmerken konnte, dann war es Stolz. Und daraus machte Stendel auch kein Geheimnis. „Wir sind stolz auf das, was wir in den vergangenen Wochen geleistet haben, nicht nur in Stuttgart. Stolz darauf, wie wir es geschafft haben, mit den Rückschlägen und dem Druck umzugehen“, sagte der Trainer.

Spitzenspiel in der Zweiten Bundesliga: Hannover 96 musste beim Tabellenzweiten VfB Stuttgart antreten.

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Druck lastete schon vom ersten Spieltag an auf der Mannschaft. Er wurde immer größer, weil die Leistungen und die Ergebnisse zwar ordentlich, aber nicht gut waren. Und weil die Spiele immer ein dickes Aber zuließen. Von diesem Druck hat sich die Mannschaft durch den Sieg in Stuttgart etwas befreit, ganz verschwinden wird er erst, wenn der Aufstieg 96 nicht mehr zu nehmen ist.

Überzeugung auf dem Rasen

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, doch der Erfolg in Stuttgart war auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich die Mannschaft entwickelt. „Man merkt, wie wir immer mehr zusammenrücken. Wir sind nicht von unserem Weg abgegangen und spielen in den vergangenen Wochen deutlich konstanter. Wir glauben an das, was wir spielen. Und diese Überzeugung sieht man auch auf dem Platz“, sagte Stendel. Mehr breite Brust gestattete er sich jedoch nicht.

Hannover 96 gegen den VfB Stuttgart: So waren die Spieler der "Roten" in Form.

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Und auch die Spieler hielten den Ball flach. Wohl wissend, dass nicht alles in den vergangenen Monaten perfekt, vieles jedoch besser war, als es gemacht wurde. Und dass es sich irgendwann auszahlt, wenn eine Mannschaft als Team funktioniert. „Ich muss den Ball nur noch reinhauen. 80 Prozent gehören Noah und Kenan, die den Ball überragend erobern, nicht abschalten und dann querlegen“, gab Siegtorschütze Felix Klaus Lob und Gratulationen an die Vorbereiter weiter.

Harnik reagiert gelassen

Glückwünsche gab es auch für Martin Harnik, der bei seiner Rückkehr nach Stuttgart die VfB-Führung durch Simon Terodde mit seinem Tor zum 1:1 egalisierte, aber nicht nur bei seinem Torjubel gnadenlos von den Stuttgarter Fans ausgepfiffen wurde. „Das war zu erwarten. Diejenigen, die jetzt gepfiffen haben, haben mich auch schon im VfB-Trikot ausgepfiffen, das kann man nicht mehr ändern. Ich hatte sechs wunderschöne Jahre beim VfB, da ändern die Pfiffe nichts daran“, sagte der 96-Profi, dem die VfB-Fans vorwerfen, in der Abstiegssaison zu sehr an sich und weniger an Mannschaft und Verein gedacht zu haben.

Im 96-Team ist Harnik in einem halben Jahr zu einem extrem wichtigen Führungsspieler geworden, der mit Hannover unbedingt zurück in die Bundesliga will. Und Gedanken macht er sich zurzeit nur um das letzte Spiel des Jahres, das Heimspiel am Sonntag gegen Sandhausen. „Der Sieg gegen Stuttgart ist erst richtig was wert, wenn wir gegen Sandhausen nachlegen können und mit 34 Punkten in die Winterpause gehen.“

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