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Schaaf: "Wir müssen den Kader wachrütteln"

Neuer Trainer von Hannover 96 Schaaf: "Wir müssen den Kader wachrütteln"

Heute endet die Weihnachtspause, der neue Chefcoach Thomas Schaaf leitete zum ersten Mal das Training bei Hannover 96. Dabei konnte er mit Adam Szalai auch einen weiteren Neuzugang im Team begrüßen.  Lesen Sie hier noch einmal die Höhepunkte von Schaafs erstem Tag in Hannover.

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Trainierte erstmals Hannover 96: Thomas Schaaf.

Quelle: Sielski

Der Bezahlfernsehsender Sky hatte für seine Sendung „Sport News HD“ am Montag um 13 Uhr folgenden Programmpunkt angekündigt: „Schaaf spricht“. Das spielte unabsichtlich ein wenig mit dem Vorurteil, dass Thomas Schaaf, der neue Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, ein eher grummeliger Vertreter ist und weder gern noch viel redet. Das Vorurteil kann man mit Schaafs erstem Arbeitstag in Hannover dann mal getrost vergessen.

Fast eine Stunde dauerte mittags die erste Pressekonferenz von Schaaf als 96-Trainer. Er präsentierte sich aufmerksam, ruhig, gelassen, mit trockenem Humor und verzichtete dabei auf vollmundige Ankündigungen. „Ich werde nicht versprechen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagte er. „Aber wir werden alles dafür tun, das können wir versprechen. Jeder muss alles abrufen, abliefern und rauskitzeln. Hier darf es nicht den Vorwurf geben, dass wir irgendetwas verpasst haben in den 90 Minuten. Dafür stehe ich.“

Der neue Coach Thomas Schaaf leitete am Montag, 4. Januar, das erste Training bei Hannover 96.

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Als Schaaf gefragt wurde, wie denn sein Marschplan für die nächsten Tage aussehe, antwortete er eines der wenigen Male bewusst kurz: „Viel arbeiten. Das steht obenauf.“

Der 54-Jährige vermittelte den Eindruck, die Entwicklung von Hannover 96 in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgt zu haben. Er sprach von den guten Zeiten mit internationalen Auftritten und den weniger guten in der jüngeren Vergangenheit. „Ich möchte gern wieder in diese andere Zeit reinrutschen“, sagte er. „Hannover 96 ist insgesamt gut aufgestellt und bietet Möglichkeiten, mehr zu erreichen. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe.“

Sein Urteil über die Mannschaft in der Hinrunde war bemerkenswert. „Nicht alle haben am Limit gespielt“, sagte er, vermied aber Seitenhiebe gegen seinen Vorgänger Michael Frontzeck, mit dem er ein kurzes Telefonat geführt hat. Schaaf will die Spieler „wachrütteln. Ich will sehen, dass sich jeder bemüht, die Situation zu verbessern.“ Und das sei dringend notwendig, „tabellarisch und fußballerisch“. Und mit dem typischen Schaaf-Humor sagte er: „Punkte haben wir nicht gerade reichhaltig.“ 14 Punkte, um die Schreckensbilanz der Hinrunde noch einmal in Erinnerung zu rufen. 96-Clubchef Martin Kind ließ am Montag wissen, dass er „erstmals seit Langem innerlich entspannt und sicher“ sei und fest glaube, dass Schaaf den Klassenerhalt schafft. Kind innerlich entspannt? Das hat noch kein Trainer geschafft.

Es dürften Sätze wie diese von Schaaf sein, die nicht nur Kind wieder hoffnungsvoller in die Zukunft blicken lassen: „Ich habe die notwendige Geduld und die Nerven, die Sache richtig anzugehen.“ Bei anderen Trainern könnte ein solcher Satz schnell selbstgefällig ausfallen, bei Schaaf entfaltete er dank dessen gelassen-ruhiger Art die gewollte Wirkung: Der 54-Jährige, der in Brinkum übrigens auf der niedersächsischen, und nicht der Bremer Seite zu Hause ist, ist der Mann, dem man im Abstiegskampf vertrauen kann.

Die 96-Fans bat Schaaf ebenfalls um Geduld. „Es wird nicht alles sofort klappen. Das eine oder andere wird noch holprig sein. Erst einmal geht es darum, effektiv zu sein und Punkte zu sammeln.“
Vergleiche mit dem SV Werder, dem er 41 Jahre lang die Treue gehalten hat, lehnte Schaaf ab. Kein Wort zu Bremen. Deshalb nur so viel: Knapp 1000 Zuschauer feierten Schaaf bei seiner ersten Trainingseinheit in der HDI-Arena. In Bremen verfolgten elf Zuschauer das erste Training nach der Winterpause.

von Heiko Rehberg und Jörg Grußendorf

Die Vorstellung von Schaaf zum Nachlesen

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